Arrived in Tupiza, Bolivia
Nach der langen Zwangspause in Salta, Argentinia haben wir uns heute endlich auf den Weg weiter Richtung Norden gemacht. Die Pause hat meinem geschwollenem Knòchel ganz gut getan. Die Schwellung ist weg und ich bin auch wieder gut in meine Boots gekommen. Er ist noch nicht 100%ig OK aber ich kann jetzt zumindest wieder ohne bedenken die Dicke durch die Landschaft reiten.
Zwischenzeitlich hat Jùrgen auch einen Kùhler aufgetrieben. Zwar in Santiag de Chile, was eine Neuplanung

unserer Tour mitsich brachte, aber Jùrgen muss ja noch weiter bis nach Alaska und da sollte Seine GS keine Mucken machen und immer alle 100km Kùhlflùssigkeit nachtanken ist auch nicht das wahre. Wir kònnen zwar die Zeit bis zum Eintreffen des Kùhlers fahrender Weise ûberbrùckenm, aber auf Dauer ist das keine Lòsung.
Wir haben heute morgen

Salta den Rùcken gekehrt und sind ùber die Berge in der Umgebung von Salta auf die RN9 Richtung La Quiaca gefahren. Die Strecke in den Bergen um Salta war wunderschòn. Es war nach unserer Gewalttour auf der RN3 eine willkommene Abwechslung mal auf Asphalt enge Kurven durch dicht bewaldetes Gebiet zu fahren. Es erinnerte mich etwas an zu Hause in den Alpen. Kùhe, Esel, Schweine und Ziegen nutzten den Strassenrand zum Grasen. Wir haben zwar nicht viele Meter gemacht aber es war einmalig. Das Wetter spielte auch mit und wir hatten angenehme 25ºC.
Die RN9 fùhrte dann langsam aber stàtig nach oben und mit weit gezogenen Kurven auf perfektem Asphalt konnten wir gut Meter machen. In 3500m merkte ich, dass die Dicke sich etwas schwer tat und bei Vollgas (beim Ùberholen) ruckelte sie etwas. Aber sonst lief sie wie am Schnùrchen. Auch Jùrgens GS taten die kùhlen Temperaturen in der Hòhe ganz gut. Das Termometer viel in 3500m auf ca. 13ºC. Das Innenfutter in die Jacke und einen Pulli angezogen und die Sache war geritzt.
In La Quiaca haben wir unsere letzten 100Peso in ca. 10l Sprudel investiert um die restlichen 90km bis nach Tupiza zu meistern.
Der Grenzùbertritt dauerte etwas mehr als eine Stunde. Es war einiges los. Viele Busse und auch viele Menschen die zu Fuss ùber die Grenze wollten. La Quiaca und Villazòn ist eigentlich eine Stadt. La Quiaca in Argentinien und Villazon in Bolivien und durch einen "Fluss" getrennt. Man konnte bei der Zollabfertigung bereits auf die andere Seite sehen und es schien als ob man in eine andere Welt schaut. Nach der Grenzabfertigung wollten wir in Villazòn noch unsere USD etwas aufbessern und bolivische BS abheben. Leider fanden wir keine Bank welche unsere Karten akzeptierte. Wir entschieden uns, aufgrund der fortgeschrittenen Zeit, weiter nach Tupiza zu fahren und dort Geld zu beheben.
Weit sind wir nicht gekommen. Denn einige km ausserhalb von Villazòn war eine Mautstelle welche leider keine USD akzeptierte.

Also kehrt marsch weider zurùck in die Stadt und auf Bankomatsuche gehen um BS abzuheben. Nach einiger Zeit haben wir auch einen gefunden und waren heil froh darùber. Denn sonst hàtten wir kehrt machen mùssen und wieder zurùck ûber die Grenze nach Argentinien.

Falls jemand von Euch mal an diese Grenze kommt, nehmt Euch etwas Bares in Arg. Peso mit. Denn die YPF Tankstellen in La Quiaca akzeptieren keine Karten. Nur Bares ist wahres. Und ca. 100 USD zum wàchseln in Villazòn ist auch ratsam. Denn sonst vergeudet man unnòtig Zeit um einen funktionsfàhigen Bankomaten zu finden. Die RN14 in Bolivien nach Tupiza ist eine Mautstrasse und man kann nur in lokal Whg bezahlen. Es kostet 5BS pro Motorrad.
Die Strecke von Villazòn nach Tupiza ist in Top Zustand mit weitgezogenen Kurven. Man kann hier gut Meter machen und man vergisst leicht dass einem die A....backen bereits eingeschlafen sind. Auch die Landschaft entschàdigt einem fùr die lange Fahrt.
Wir haben ca. 10h benòtigt um von Salta nach Tupiza zu kommen. (incl. Grenze und ein paar Pinkelpuasen bzw. Tschik fùr mich). In Tupiza angekommen haben wir das erste Hotel genommen welches wir gefunden haben. Es war uns wichtig, dass die Bikes nicht auf der Strasse stehen mùssen. Bolivien ist fùr uns Eropàer etwas exotisch und anders, aber sicher ist sicher.
Noch ein Abendessen und ein gutes Tròpfchen Wein und ab ins Bett. Morgen wollen wir weiter auf der RN21 nach Uyuni. Kein Asphalt, viele Kurven und Steil nach oben und unten. Bin schon gespannt. Wird wieder eine lange Tag....