Albanien Mai2010
Verfasst: Fr 28. Mai 2010, 20:06
So wie versprochen der Bericht, is ein wengerl lang aber wen nur die Fotos interessieren kann ja runterscrollen:
Angefangen hats damit das der Gobra hier im Forum angefragt hat ob wer mitfahren will, mit einem dazugehörigen Link der zu einem Bericht führte. Nichtsahnend hab ich mir den Link durchgeschaut und war begeistert von der tollen Landschaft und der Beschreibung. Im Internet fanden sich bald einige mehr Berichte und nach kurzer Bedenkzeit hab ich entschieden mitzufahren.
ANREISE:
Erste Überlegung war wie kommt man runter. In den meisten Berichten nehmen die Leute die Fähre von Triest nach Durres (Albanien) oder von Venedig nach Igoumenitsa (Griechenland) oder man fährt einfach runter, was allerdings recht weit is und man dadurch Zeit verliert wobeis schon schöne Strecken gibt die man fahren kann.
Hin und her haben wir überlegt und Gobra ist dann auf die geniale Idee gekommen mit dem Hänger nach Kroatien runter zu fahren, den Hänger in einer der Marinas stehen zu lassen (da gibt’s viele bewachte Parkplätze für die Chartergäste der großen Schiffe) und dann über Montenegro ins nördliche Albanien reinzufahren. Genauso hamas dann gmacht (nur das ma ein großes Hotel gefunden haben wo wir Auto und Hänger stehen lassen konnten) und für uns wars die beste Lösung. Ich habs mir zwar noch net komplett durchgerechnet, aber auch die billigste…
In der Früh von Wien weg dazwischen haben wir nur Tank-, Mampf- bzw. Klopausen gmacht bzw. eine Polizeipause weil wir ein bißi zu schnell waren *grins*
Haben uns dann in einem kleinen verschlafenen Örtchen 30km vor Dubrovnik niedergelassen und ein feines Zimmer gefunden.
AUF NACH ALBANIEN: Am nächsten Tag aufgesattelt und mit den Bikes bei noch schönem Wetter Richtung Montenegro gegurkt, sehr schön is dort, am späten Nachmittag beim Grenzübergang Hani i Hoti ins nördliche Albanien rein und kurz vor Shkoder ein Hotel gefunden und 200m davon entfernt ein gutes Gasthaus.
1./2. TAG: Leider war, über ganz Europa würd ich mal sagen, diese grausige Schlechtwetterfront die uns die ersten beiden Tage im Hotel verharren ließ, weils durch geschüttet hat, zwischen durch sind wir immer kurz rausgefahren und ham uns ne Festung angeschaut oder Verbindungswege ausgekundschaftet aber wir waren immer nach kurzer Zeit recht naß… Sonst hama geschlafen, gegessen, gefernseht, Reiseführer gewälzt…
3. TAG: Endlich am dritten Tag sahs halbwegs fein und trocken aus, also gings ins Vermoshtal, wunderschöne Landschaft und offroadmäßig kein Problem bis wir kurz vor Lepushe stoppen mussten, weil uns eine Mure den weg versperrte (wobei wir schon 3-4 Muren passiert haben, nach den argen Regengüssen sind einige Hänge abgangen), da gabs zu Fuß zwar noch halbwegs ein vorbeikommen aber mit der LC8 nimmer, also drehten wir wieder um, bei der Heimfahrt wieder Regen.
4. TAG: Da haben wir uns die Thethrunde vorgenommen bzw. zumindest mal bis Theth und dann weiter schauen wie wir Bock haben. Untypisch gute Asphaltstraße nach Boga genommen, schon hier is die Landschaft superschön, diverse Ferkel rennen über die Straße, einfach wildromantisch. Dann gings über den Paß nach Theth rein, vorher beim Guiseppe einen Tee naturale spezial getrunken und mit 2 Tirolern (Mex und Moni) gequatscht. Der Paß hatte oben noch Schnee und einige Wassergerinsel, aber alles kein Problem sind nach einer Flußdurchfahrt gut nach Theth runtergekommen wo auch schon der 11 jährige Francesco gewartet hat, der gutes english sprach und uns gleich rumgeführt hat, bei ihm durften wir dann ein Pepsi trinken und die Landschaft bewundern, bei Bedarf könnte man unten auch übernachten. Obwohls ein eher verstecktes Tal is hatten wir super Handyempfang, wie eigentlich überall in Albanien selbst in der tiefsten Pampa…
Sind dann den gleichen Weg wieder zurückgefahren und nimmer weiter, weils schon ein wengerl spät war. War ne gute Entscheidung weil nach den ersten Kurven stießen wir auf die Tiroler, die einen Unfall hatten. Wies genau passiert is wissens net aber auf jeden Fall, hatte sich Moni den Knöchel verletzte (wie sich nacher rausstellte hat sie sich den Knöchel sogar gebrochen). Hab ihr mal Eisspray aufs Fusserl gesprüht das net so arg anschwillt und ihr dann meinen Schuh ohne Innenschuh gegeben, weil in ihren kams nimmer rein, so konnte sie doch halbwegs umadaum humpeln (is jo a zache Haut), irgendwie hama dann Bikes und Menschen runterbracht nach Theth und dort wartete einer von diesen Minibusen die dort so ne Art öffentliches Transportmittel sind und wir konnten den Fahrer mit Hilfe von Francesco überreden das wir die zerlegte Maschine hinten reinstopfen und die verletzte Moni im Bus mitfahren kann, so bekommen wir sie wenigstens ausm Tal raus. Gesagt getan Vorderad der Tenere ausgebaut und reingefummelt und verzurrt und alles fein (siehe Fotos). Wieder übern Paß drüber und die 2 sind dann mit zu uns ins Hotel…am Abend hama uns das essen wirklich verdient ghabt.
5. TAG: Sind sehr früh aufgestanden um die Komanfähre zu erwischen die sich von Komani nach Fierza durch ne Schlucht/Tal schlängelt. Von Shkoder gings weg nach Komani, waren früh genug vor Ort und bald kam auch die Fähre daher, das ab- und aufladen war ein Erlebnis, da alle Fahrzeuge durch einen Tunnel (der is wirklich zappenduster) zur Fähre kommen und es dort nur nen kleinen platz zum be- und entladen gibt.
Dann sind wir bei feinem Wetter 2:15 min. den Fluß entlang getuckert und haben
gemacht und uns mit Schweizern (BMW) und ein paar Deutschen (AT, Dominator) unterhalten, war sehr nett.
Von Fierza noch nach Kukes gefahren, aber net über die Hauptstraße sondern über eine etwas nördlichere Route die in der Nähe von Bajram Curri weggeht und sich entlang der Kosovogrenze entlang schlängelt. In Kukes ein Hotel in der Stadt gefunden, Bikes konnten wir in ner Einfahrt stehen lassen und der Hotelbesitzer hat sogar seinen Mercedes quer über die Einfahrt geparkt damit ja niemand die Bikes wegschleift (siehe Fotos).
6. TAG: Eigentlich wollten wir uns auch das Valbonatal angucken aber da wir ja durch den Regen 2 Tage verloren haben, haben wir das ausgelassen und uns die Drini-schluchten vorgenommen, die sind wirklich SEHR fein, wunderschöne Schotterstrasserl und wahnsinns Ausblicke, größtenteils am Fluß entlang echt genial, zwischendurch trifft man immer wieder Schafhirten oder Kinder oder die eine freudig begrüßen. Danach gings noch über Schotterwegerl nach Burrel, wobei die letzten 30km wirklich ne grausige Schotterruckelei war und wir auch schon erschöpft waren. In Burrel allerdings ein sehr feines Hotel gefunden das einem Albaner gehörte der ein paar Jahre in England war und daher perfektes english sprach die Unterkunft (Hotel Bruci Burrel) und Verpflegung dort is wirklich 1A.
7. TAG: Leider wars nun schön langsam wieder Zeit zur Grenze rauf zu fahren also entschlossen wir uns Richtung Shkoder zu düsen uns noch die Ura e Mesit (= is ne geknickte Brücke, siehe Fotos) anzuschauen und dann über die Grenze nach Montenegro zu fahren. In Montenegro hama noch ein sehr feines Bergstrasserl gefunden das entlang eines Hangs mit Blick auf Albanien verlief.
Nette Unterkunft am Meer gefunden wo wir uns ordentlich den Bauch vollgeschlagen haben, das essen hat mehr kostet als das Zimmer…
MONTENEGRO-KROATIEN: Dann hieß es wieder über Montenegro zurück nach Kroatien, sind daher so an die 180km zurückgegurkt und haben Auto und Hänger unversehrt angetroffen, schnell noch ein Sandwich und
verdrückt und Bikes verzurrt, dann gings auch schon los Richtung Heimat.
Wieder diverse Pausen diesmal wieder ne Polizeipause, weil wir auch den Kroaten zu schnell waren.
Da wir recht früh in Zagreb waren haben wir uns entschlossen weiter nach Wien zu fahren und um Mitternacht sind wir dann in Wien gewesen. Um 22:00 waren wir bei Graz wo wir im Rosenberger, Fritattensuppe, Leberkässemmel und Bratwurscht mit Pommes gegessen haben und guat woas !
RESUME: War eine wirklich feine Tour, werd sicher wieder mal runterfahren, es gibt noch so viel zum Angucken und die Bilder sprechen ja für sich selbst. Die Leute sind durchwegs freundlich man wird von fast jedem gegrüßt und das Essen war auch immer sehr gut. Viele Mercedes fahren dort rum, weil die die teils wirklich schlechten Straßen angeblich am besten aushalten, selbst irgendwo in der Pampa wo man mit der Enduro entlang tuckert und kein Auto erwartet kommt plötzlich ein Mercedes daher und man denkt sich was macht der da ?
Auch Benzinversorgung ist überhaupt kein Problem gibt’s dort fast überall…
BIKES:
Meine 990er Adventure und ne Superenduro mit 30L Tank
BÜCHER / KARTEN:
Sehr zu empfehlen ist folgendes Buch:
Albanien: Das komplette Reisehandbuch (Broschiert) von Volker Grundmann (von ihm bekommt man auch einige GPS Tracks die sehr hilfreich sind)
Weiters ist es nicht unpraktisch ein kleines Wörterbuch mitzuhaben:
Kauderwelsch, Albanisch Wort für Wort (Reise Know-How Verlag), is recht gut aufgebaut für diverse Eventualitäten
Karte: am besten ist wohl die Karte von Reise KnowHow im Maßstab 1:220000
HOTELS: durchwegs ok, mit mal besserem mal schlechterem Standard aber immer ok gewesen durchschnittlich zahlt man 30€ für 2 Personen meist mit Frühstück. In abgelegeneren Dörfern bekommt man auch bei Familien Zimmer
ESSEN: wir haben sehr viel Salat gegessen meistens griechischen den konnten wir schon auf albanisch bestellen (salate greke) oder pizza bzw. Patate (Pommes), in einem Bergdorf haben wir auch ein supergutes Gulasch und Würschtel mit reis bekommen, also Verpflegung kein Problem, zwischen durch hama oft auch nur Müsliriegel gegessen.
WÄHRUNG: albanische Leke (Lek ausgesprochen) bekommt man nur in Albanien die können vorher nicht getauscht werden, am einfachsten ist es in einer größeren Stadt den Bankomaten zu benutzen, in den meisten Hotels nehmen sie auch Euro.
GEFAHRENE KM:
Anreise: ~1000km
Kroatien-Albanien: ~270km
in Albanien: ~950km
BEREIFUNG: beide TKC80 mit HeavyCross Schläuchen
ERSATZTEILE: einiges mitgehabt, diverse Hebel, KNZ und Flüssigkeiten aber wie immer nix davon gebraucht
Umfaller: jeder 1x, einmal zu schief abgestellt und 1x ausgerutscht
Unfälle: 0
FOTOS: http://www.vanatica.com/Albanien
Index 1-2: Anreise – Kroatein – Montenegro - Albanien
Index 2-5: Regentag
[i]Index 5-15: [/i]Touren durch Albanien
[i]Index 15-16:[/i] Heimfahrt
Erweiterte Fotogalerie von Gobra: http://www.brandel.at/mo/2010_05-Albanien
Lg Zwergerl
Angefangen hats damit das der Gobra hier im Forum angefragt hat ob wer mitfahren will, mit einem dazugehörigen Link der zu einem Bericht führte. Nichtsahnend hab ich mir den Link durchgeschaut und war begeistert von der tollen Landschaft und der Beschreibung. Im Internet fanden sich bald einige mehr Berichte und nach kurzer Bedenkzeit hab ich entschieden mitzufahren.
ANREISE:
Erste Überlegung war wie kommt man runter. In den meisten Berichten nehmen die Leute die Fähre von Triest nach Durres (Albanien) oder von Venedig nach Igoumenitsa (Griechenland) oder man fährt einfach runter, was allerdings recht weit is und man dadurch Zeit verliert wobeis schon schöne Strecken gibt die man fahren kann.
Hin und her haben wir überlegt und Gobra ist dann auf die geniale Idee gekommen mit dem Hänger nach Kroatien runter zu fahren, den Hänger in einer der Marinas stehen zu lassen (da gibt’s viele bewachte Parkplätze für die Chartergäste der großen Schiffe) und dann über Montenegro ins nördliche Albanien reinzufahren. Genauso hamas dann gmacht (nur das ma ein großes Hotel gefunden haben wo wir Auto und Hänger stehen lassen konnten) und für uns wars die beste Lösung. Ich habs mir zwar noch net komplett durchgerechnet, aber auch die billigste…
In der Früh von Wien weg dazwischen haben wir nur Tank-, Mampf- bzw. Klopausen gmacht bzw. eine Polizeipause weil wir ein bißi zu schnell waren *grins*
Haben uns dann in einem kleinen verschlafenen Örtchen 30km vor Dubrovnik niedergelassen und ein feines Zimmer gefunden.
AUF NACH ALBANIEN: Am nächsten Tag aufgesattelt und mit den Bikes bei noch schönem Wetter Richtung Montenegro gegurkt, sehr schön is dort, am späten Nachmittag beim Grenzübergang Hani i Hoti ins nördliche Albanien rein und kurz vor Shkoder ein Hotel gefunden und 200m davon entfernt ein gutes Gasthaus.
1./2. TAG: Leider war, über ganz Europa würd ich mal sagen, diese grausige Schlechtwetterfront die uns die ersten beiden Tage im Hotel verharren ließ, weils durch geschüttet hat, zwischen durch sind wir immer kurz rausgefahren und ham uns ne Festung angeschaut oder Verbindungswege ausgekundschaftet aber wir waren immer nach kurzer Zeit recht naß… Sonst hama geschlafen, gegessen, gefernseht, Reiseführer gewälzt…
3. TAG: Endlich am dritten Tag sahs halbwegs fein und trocken aus, also gings ins Vermoshtal, wunderschöne Landschaft und offroadmäßig kein Problem bis wir kurz vor Lepushe stoppen mussten, weil uns eine Mure den weg versperrte (wobei wir schon 3-4 Muren passiert haben, nach den argen Regengüssen sind einige Hänge abgangen), da gabs zu Fuß zwar noch halbwegs ein vorbeikommen aber mit der LC8 nimmer, also drehten wir wieder um, bei der Heimfahrt wieder Regen.
4. TAG: Da haben wir uns die Thethrunde vorgenommen bzw. zumindest mal bis Theth und dann weiter schauen wie wir Bock haben. Untypisch gute Asphaltstraße nach Boga genommen, schon hier is die Landschaft superschön, diverse Ferkel rennen über die Straße, einfach wildromantisch. Dann gings über den Paß nach Theth rein, vorher beim Guiseppe einen Tee naturale spezial getrunken und mit 2 Tirolern (Mex und Moni) gequatscht. Der Paß hatte oben noch Schnee und einige Wassergerinsel, aber alles kein Problem sind nach einer Flußdurchfahrt gut nach Theth runtergekommen wo auch schon der 11 jährige Francesco gewartet hat, der gutes english sprach und uns gleich rumgeführt hat, bei ihm durften wir dann ein Pepsi trinken und die Landschaft bewundern, bei Bedarf könnte man unten auch übernachten. Obwohls ein eher verstecktes Tal is hatten wir super Handyempfang, wie eigentlich überall in Albanien selbst in der tiefsten Pampa…
Sind dann den gleichen Weg wieder zurückgefahren und nimmer weiter, weils schon ein wengerl spät war. War ne gute Entscheidung weil nach den ersten Kurven stießen wir auf die Tiroler, die einen Unfall hatten. Wies genau passiert is wissens net aber auf jeden Fall, hatte sich Moni den Knöchel verletzte (wie sich nacher rausstellte hat sie sich den Knöchel sogar gebrochen). Hab ihr mal Eisspray aufs Fusserl gesprüht das net so arg anschwillt und ihr dann meinen Schuh ohne Innenschuh gegeben, weil in ihren kams nimmer rein, so konnte sie doch halbwegs umadaum humpeln (is jo a zache Haut), irgendwie hama dann Bikes und Menschen runterbracht nach Theth und dort wartete einer von diesen Minibusen die dort so ne Art öffentliches Transportmittel sind und wir konnten den Fahrer mit Hilfe von Francesco überreden das wir die zerlegte Maschine hinten reinstopfen und die verletzte Moni im Bus mitfahren kann, so bekommen wir sie wenigstens ausm Tal raus. Gesagt getan Vorderad der Tenere ausgebaut und reingefummelt und verzurrt und alles fein (siehe Fotos). Wieder übern Paß drüber und die 2 sind dann mit zu uns ins Hotel…am Abend hama uns das essen wirklich verdient ghabt.
5. TAG: Sind sehr früh aufgestanden um die Komanfähre zu erwischen die sich von Komani nach Fierza durch ne Schlucht/Tal schlängelt. Von Shkoder gings weg nach Komani, waren früh genug vor Ort und bald kam auch die Fähre daher, das ab- und aufladen war ein Erlebnis, da alle Fahrzeuge durch einen Tunnel (der is wirklich zappenduster) zur Fähre kommen und es dort nur nen kleinen platz zum be- und entladen gibt.
Dann sind wir bei feinem Wetter 2:15 min. den Fluß entlang getuckert und haben
Von Fierza noch nach Kukes gefahren, aber net über die Hauptstraße sondern über eine etwas nördlichere Route die in der Nähe von Bajram Curri weggeht und sich entlang der Kosovogrenze entlang schlängelt. In Kukes ein Hotel in der Stadt gefunden, Bikes konnten wir in ner Einfahrt stehen lassen und der Hotelbesitzer hat sogar seinen Mercedes quer über die Einfahrt geparkt damit ja niemand die Bikes wegschleift (siehe Fotos).
6. TAG: Eigentlich wollten wir uns auch das Valbonatal angucken aber da wir ja durch den Regen 2 Tage verloren haben, haben wir das ausgelassen und uns die Drini-schluchten vorgenommen, die sind wirklich SEHR fein, wunderschöne Schotterstrasserl und wahnsinns Ausblicke, größtenteils am Fluß entlang echt genial, zwischendurch trifft man immer wieder Schafhirten oder Kinder oder die eine freudig begrüßen. Danach gings noch über Schotterwegerl nach Burrel, wobei die letzten 30km wirklich ne grausige Schotterruckelei war und wir auch schon erschöpft waren. In Burrel allerdings ein sehr feines Hotel gefunden das einem Albaner gehörte der ein paar Jahre in England war und daher perfektes english sprach die Unterkunft (Hotel Bruci Burrel) und Verpflegung dort is wirklich 1A.
7. TAG: Leider wars nun schön langsam wieder Zeit zur Grenze rauf zu fahren also entschlossen wir uns Richtung Shkoder zu düsen uns noch die Ura e Mesit (= is ne geknickte Brücke, siehe Fotos) anzuschauen und dann über die Grenze nach Montenegro zu fahren. In Montenegro hama noch ein sehr feines Bergstrasserl gefunden das entlang eines Hangs mit Blick auf Albanien verlief.
Nette Unterkunft am Meer gefunden wo wir uns ordentlich den Bauch vollgeschlagen haben, das essen hat mehr kostet als das Zimmer…
MONTENEGRO-KROATIEN: Dann hieß es wieder über Montenegro zurück nach Kroatien, sind daher so an die 180km zurückgegurkt und haben Auto und Hänger unversehrt angetroffen, schnell noch ein Sandwich und
Wieder diverse Pausen diesmal wieder ne Polizeipause, weil wir auch den Kroaten zu schnell waren.
Da wir recht früh in Zagreb waren haben wir uns entschlossen weiter nach Wien zu fahren und um Mitternacht sind wir dann in Wien gewesen. Um 22:00 waren wir bei Graz wo wir im Rosenberger, Fritattensuppe, Leberkässemmel und Bratwurscht mit Pommes gegessen haben und guat woas !
RESUME: War eine wirklich feine Tour, werd sicher wieder mal runterfahren, es gibt noch so viel zum Angucken und die Bilder sprechen ja für sich selbst. Die Leute sind durchwegs freundlich man wird von fast jedem gegrüßt und das Essen war auch immer sehr gut. Viele Mercedes fahren dort rum, weil die die teils wirklich schlechten Straßen angeblich am besten aushalten, selbst irgendwo in der Pampa wo man mit der Enduro entlang tuckert und kein Auto erwartet kommt plötzlich ein Mercedes daher und man denkt sich was macht der da ?
Auch Benzinversorgung ist überhaupt kein Problem gibt’s dort fast überall…
BIKES:
Meine 990er Adventure und ne Superenduro mit 30L Tank
BÜCHER / KARTEN:
Sehr zu empfehlen ist folgendes Buch:
Albanien: Das komplette Reisehandbuch (Broschiert) von Volker Grundmann (von ihm bekommt man auch einige GPS Tracks die sehr hilfreich sind)
Weiters ist es nicht unpraktisch ein kleines Wörterbuch mitzuhaben:
Kauderwelsch, Albanisch Wort für Wort (Reise Know-How Verlag), is recht gut aufgebaut für diverse Eventualitäten
Karte: am besten ist wohl die Karte von Reise KnowHow im Maßstab 1:220000
HOTELS: durchwegs ok, mit mal besserem mal schlechterem Standard aber immer ok gewesen durchschnittlich zahlt man 30€ für 2 Personen meist mit Frühstück. In abgelegeneren Dörfern bekommt man auch bei Familien Zimmer
ESSEN: wir haben sehr viel Salat gegessen meistens griechischen den konnten wir schon auf albanisch bestellen (salate greke) oder pizza bzw. Patate (Pommes), in einem Bergdorf haben wir auch ein supergutes Gulasch und Würschtel mit reis bekommen, also Verpflegung kein Problem, zwischen durch hama oft auch nur Müsliriegel gegessen.
WÄHRUNG: albanische Leke (Lek ausgesprochen) bekommt man nur in Albanien die können vorher nicht getauscht werden, am einfachsten ist es in einer größeren Stadt den Bankomaten zu benutzen, in den meisten Hotels nehmen sie auch Euro.
GEFAHRENE KM:
Anreise: ~1000km
Kroatien-Albanien: ~270km
in Albanien: ~950km
BEREIFUNG: beide TKC80 mit HeavyCross Schläuchen
ERSATZTEILE: einiges mitgehabt, diverse Hebel, KNZ und Flüssigkeiten aber wie immer nix davon gebraucht
Umfaller: jeder 1x, einmal zu schief abgestellt und 1x ausgerutscht
Unfälle: 0
FOTOS: http://www.vanatica.com/Albanien
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[i]Index 15-16:[/i] Heimfahrt
Erweiterte Fotogalerie von Gobra: http://www.brandel.at/mo/2010_05-Albanien
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