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Verdacht der gefährlichen Fahrzeugmanipulation in Wien

Verfasst: Di 11. Okt 2011, 20:47
von macibaer
Liebe Forumskollegen!

Ich wollte Euch nur kurz mitteilen was mit meiner AT (und mir) in den letzten Tagen passiert ist.
Ich habe letzten Freitag wie immer meine AT vor meiner Arbeitsstelle im 3. Bezirk abgestellt. Als ich dann am Abend nach Hause fuhr hörte ich, kurz nach der Autobahnanschlussstelle Baden, ein ungewöhnliches Geräusch bei 140 km/h. Auf der Armatur leuchtete die Öldruck-Kontrolleuchte auf, worauf ich sofort auskuppelte und den Motor via Zündschlüssel abstellte. Ich ließ mich dann auf den Pannenstreifen rollen von dem mich dann der ÖAMTC "erretette".

Die AT ließ sich zwar kurz starten starb dann aber sofort wieder ab. Am Samstag wurde sie dann via LKW zur Werkstätte meines Vertrauens gebracht. Es stellte sich heraus, dass im ganzen Motorraum kein Tropfen Motoröl mehr vorhanden war, obwohl der Ölstand vor einem Monat noch im absoluten Normbereich war (Pickerltermin).

Ihr werdet nicht glauben was bei der Ursachenforschung für den Ölverlust herauskam. Exakt GAR NICHTS!! Nachdem die AT untersucht wurde und keinerlei Ölaustritt aus der Maschine festgestellt wurde (nicht einmal ein Tropfen im Motorschutz), bekam sie 3,5 Liter Motoröl und wurde durchgestartet. Sie ist tadellos angesprungen. Der nächste verdacht, dass Öl verbrannt wurde (was ja bekanntlich zu einem massiven Blaurauch geführt hätte) konnte auch widerlegt werden. Die anschließend gemessenen Abgaswerte waren einfach nur traumhaft.

Nun stellt sich der Verdacht dass irgendjemand das Motoröl herausevakuiert hat und nach 25km die Selbstschmierung ausgesetzt hat.

Der Endeffekt dieser be.... Aktion war, dass es
1) mich fast das Leben gekostet hätte
2) das Pleullager meiner AT derartig ruiniert ist, so dass sie einen Motorschaden hat.

Also umbedingt aufpassen auf Euer Bike, schaut lieber dreimal nach ob alles OK ist!

Aufgrund dieses Schadens ist meine AT vorzeitig in den Winterschlaf versetzt , da ich mir derzeit weder den Ersatzmotor noch die notwendige reperatur leisten kann, da unser Familienauto vor einem Monat einen Pleulstangenbruch hatte (= Motorschaden) und der jetzt gerade mit einem Spenderorgan wiederbelebt wird.

Re: Verdacht der gefährlichen Fahrzeugmanipulation in Wien

Verfasst: Di 11. Okt 2011, 21:09
von Roman
eeeecht glaubst wirklich, wobei du hast ja recht, kann ja nix anderes sein............... aber wer saugt das öl ab?????
beim bikemike hams die cdi rausgfladert........................= schon alles sehr streng..............
pleuellager ist echt hin??? wie hast das gmerk, oder hast die AT zerlegt???

Re: Verdacht der gefährlichen Fahrzeugmanipulation in Wien

Verfasst: Di 11. Okt 2011, 21:40
von xrvsiro
glaubst wirklich das jemand da öl retslos aus deinem motor geklaut hat?das halt ich für eher unwahrscheinlich.wie viele km bist denn ohne kontrolle des ölstands gefahren?meine hat nur sehr wenig und in kaltem zustand blau geraucht und doch auf 600km einen liter 20w50 verbrannt.denn derjenige müsst ja unten ausgelassen haben in ein gefäss.der totale aufwand!
hast so schlimme feinde?beim auto das gleiche passiert?auch ohne öl?

Re: Verdacht der gefährlichen Fahrzeugmanipulation in Wien

Verfasst: Di 11. Okt 2011, 22:11
von macibaer
ad Pleulager: Ist die Verdachtsdiagnose meines Mechanikers da bei ca 4000 rpm ein scheussliches Rasselgeräusch auftritt und er sich ziemlich sicher ist

ad Öl verbrennung: Sie verbrennt nicht einmal jetzt öl, nicht einmal Blaurauch bei Kaltstart ausserdem bin ich seit dem erst ca. 1000 km gefahren wär dann schon verdammt viel (3,5 Liter auf 1000 km des schafft ned amoi der guate oide Trabi!)

Re: Verdacht der gefährlichen Fahrzeugmanipulation in Wien

Verfasst: Mi 12. Okt 2011, 17:43
von xrvsiro
na ja,meinte ja auch bevor der sachden auftrat,nicht danach.da warst ja länger unterwegs.aber wenns natürlich garnix braucht ists natürlich komisch.

Re: Verdacht der gefährlichen Fahrzeugmanipulation in Wien

Verfasst: Mi 12. Okt 2011, 21:09
von Stefanowitsch
Mir kommt das ganze ein wenig spanisch vor. Fahre zwar keine AT, aber die Öldruckkontrolle müßte bei Deinem vermuteten "Öldiebstahl" immer geleuchtet haben. Oder Du hast sie übersehen!

Und wennst wirklich etliche KM ohne Öl gefahren bist, hast noch Glück wenn es "nur" die Pleuellager erwischt hat!

Komische Geschichte. ;-)

Stefan

Re: Verdacht der gefährlichen Fahrzeugmanipulation in Wien

Verfasst: Mi 12. Okt 2011, 21:27
von Dunkman
Mein beileid! Ein Freund von mir hatte mal was ähnliches mit einer Dominator........er hat gesagt 300 km vorher hat er öl kontrolliert, war am Maximum und auf einmal war er gerade unter dem Minimum......sofort Öl nachgefüllt,ist aber nix passiert. Wohin das Öl ist :gruebel: Dass dir jemand das Öl abgelassen hat kann ich mir nicht vorstellen. Du fährst ohne Öl bei der Arbeit weg, dein Motor null Temperatur, sprich Gefahr das dein Schmierfilm sofort abreißt rießig und du fährst 25 km auf der Autobahn? Normalerweise fährst du damit keine fünf Kilometer. Defekt der Ölpumpe ausgeschlossen?
LG Dunkman

Re: Verdacht der gefährlichen Fahrzeugmanipulation in Wien

Verfasst: Do 13. Okt 2011, 19:21
von macibaer
Absolut. Wie oben beschrieben hat nach einfüllen der 3,5 Liter Öl alles tadellos funktioniert. Nur ab 4000 touren kommt dieses grausliche geräusch, dass auf einen Schaden im bereich Pleullager/Kurbelwelle schließen läßt (laut meinem österreichischen Mechaniker)
.
Bringe nächste Woche meine AT nach Ungarn zu einem zuverlässigen Mechaniker der Nimmt mal den kompletten Motor auseinander und stellt fest was alles im Argen ist. Ich hoffe dass er sich dann doch noch vernünftig reparieren läßt und bei der gelegenheit gleich ein "großes Motorservice" macht ( Dichtungen, lager, Kolbenringe,....)

Re: Verdacht der gefährlichen Fahrzeugmanipulation in Wien

Verfasst: Do 13. Okt 2011, 19:35
von macibaer
Um irgendwelchen Missverständnissen vor zu beugen der detailierte Ablauf bezüglich Öl:

1) Anfang September: Der Ölstand ist im Idealbereich
2) Keine Anzeichen von Ölaustritt
3) Idelae abgaswerte beim Pickerl (am gleichen Tag wie Ölstand Kontrolle)
4) Seit dem Pickerl ca 1000 km gefahren, nach wie vor keine Anzeichen von Blaurauch oder Ölverlust
5) Letzten Freitag siehe ersten Beitrag

Re: Verdacht der gefährlichen Fahrzeugmanipulation in Wien

Verfasst: Di 15. Nov 2011, 14:55
von wamur
Sollte das wirklich stimmen, bin ich echt entsetzt. Wie können manche Menschen nur so dreist, dumm und eigentlich auch brutal sein? Und vermutlich hat ja niemand was gesehen so dass man nichts nachweisen kann, aber selbst dass man darüber spekulieren muss, ist entsetzlich.
Ich hoffe ja, dass das einfach nur ein einmaliger Vorfall war, und nun wieder alles im grünen Bereich ist?