Africa Twin - Quo vadis?

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C.L.R.
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Africa Twin - Quo vadis?

Beitrag von C.L.R. » Do 18. Jul 2019, 15:23

Seit einiger Zeit quält mich folgendes Problem und ich dachte mir, dass ich euch teilhaben lasse. :winke:

Meine RD07a Baujahr 1997 zeigt schön langsam Auflösungserscheinungen. Das Plastik bröckelt vor sich hin, der Lack ist altersbedingt stumpf und da und dort sieht man, dass der Zahn der Zeit ein unerbittlicher ist. So weit alles "normal" … ist eben kein junges Ding mehr.

Technisch ist sie … wie könnte es anders sein … in einem tadellosen Zustand und sie hat mich auf meinen Touren in den letzten Jahren auch nie enttäuscht. Selbst auf den teils ruppigen Abschnitten (Teth, TET Slowenien, …) ist sie eine zuverlässige Begleiterin. Ich befürchte aber, dass das nicht immer so sein wird und früher oder später kleinere und auch größere Reparaturen fällig werden.

Nun will es der Zufall, dass ich derzeit liquide bin und auch von oberster Stelle eine Neuanschaffung genehmigt wurde. Was also tun?

Der Marke und dem Typ treu bleiben … soll heißen Africa Twin 1000? Dagegen spricht für mich, dass ich die Neue Probe gefahren bin und sie für mich eine Hausnummer zu groß ist. Das beginnt beim zusätzlichen Gewicht und endet bei dem ganzen technischen Firlefanz (Fahrmodi, Throttle by Wire, Transaktionskontrolle, …) der für mich nur mögliche Fehlerquellen darstellt. Gut, gegen die 95 PS hätte ich nichts, aber irgendwie sind sie es mir nicht wert, denn nur manchmal auf der Autobahn (in den Süden) wünsche ich mir mehr Dampf und damit mehr Geschwindigkeit.

Oder "fremd gehen"? Und da macht Yamaha mit der T7 gerade mächtig Wind. Optisch gefällt mir das Konzept gut. Ein wenig mehr Leistung gäbe es auch und dennoch wurde bis auf das ABS (welches Sinn macht und eh nicht zur Diskussion steht) auf jede Art von "High-Tech" verzichtet. Noch bin ich sie nicht Probe gefahren, habe mich aber schon einmal beim Händler (der noch dazu ein Freund der Familie ist und dem meine Honda ohnehin ein Dorn im Auge ist) angemeldet.

Aber vielleicht gibt es ja auch noch eine dritte Möglichkeit? Insgeheim wünsche ich mir, dass auch Honda eine kleinere Version der Afrikanerin bringt und es der Konkurrenz aus dem Hause Yamaha nach macht. Es sollte doch noch Platz im Segment der "leichten" Reiseenduros geben. Derzeit steht ja eher ein Aufrüsten der aktuelle CRF1000 im Raum, wenn man dem Internet glaubt.

Nicht, dass ich es eilig hätte. Ein, zwei wahrscheinlich auch noch drei Jahre wird es mein altes Mädchen sicher noch machen. Aber was kommt dann?

Ich bitte um eure Einschätzungen. Vor allem würde es mich interessieren, ob auch ihr eine kleine Schwester der 1000er (bald 1100er) begrüßen würdet.

Servus aus Graz

C.L.R.

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Re: Africa Twin - Quo vadis?

Beitrag von theonewhoknowstorock » Do 18. Jul 2019, 20:53

Also für mich ist es eine Einsatzfrage.
Die T7 ist eindeutig noch einen Tick mehr Gelände, was dann natürlich zu Lasten der Straßen- und Langstreckentauglichkeit geht. Die AT ist find ich Mördergeil, besonders das DCT und jetzt auch nicht wesentlich schwerer als die alte Dicke.
Aber da ich persönlich lieber am Asphalt und auf der Langstrecke Kompromisse mache als im Gelände (auch weil ich's auf der Strasse besser kompensieren kann. ...bin ich halt a bissl langsamer ums Eck bzw tut mir halt der Oasch a bissl mehr weh...) - ist mein derzeitiger Favorit dieser zwei die T7.
Trotzdem warat mir NOCH lieber es kommt eine 450er mit Reiseintervallen.
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Re: Africa Twin - Quo vadis?

Beitrag von spezi266 » Do 18. Jul 2019, 23:47

Neuanschaffung vom Motorrad ist immer eine Philosophiefrage.
Die eierlegende Wollmilchsau gibts halt noch immer nicht.
Ich fahre grundsätzlich mit alten Motorrädern. XRV und Suzi DR650 sind BJ 2000.
Die japanischen Modelle der 90er und die 2000er Jahre bis zur EURO3 Einführung waren die solidesten, weniger komplizierten, und mit wesentlich geringeren Elektronikaufwand auskommenden Konstruktionen.
Gut gewartet ist da eine enorme Laufleistung möglich.
Du hast am Avatar noch 35tkm angegeben, oder sind es vielleicht doch schon 135t ;-)
Du sinnierst eher nach big Bike. Für mich ist sogar die T7 fürs Eingemachte zu schwer.
Neue Bikes interessieren mich kaum.
Vielleicht eine Ausnahme: natürlich das X Modell mit 21"/18"
http://swm-motorrad.de/modelle/on-road/superdual-x.html
Ist ein Italo-China CO Produkt, und wird in Varese im alten Husqarna-Werk erzeugt.
Ist das richtige Konzept, ob es an die Qualität japanischer Motorräder rankommt ist zu hinterfragen.
Mich interessieren Autobahnen nicht, da ich zu weiter gelegenen Destinationen mit dem LKW anreise.
Nächste Woche gehts los, wieder nach Georgien/Armenien zum Kaukasus.
Dort genügt ein Einzylinder.

LG vom Spezi
2018-07-08-15h22m37_DSC_3883.JPG
Der Russe mit der XR650 war zu zweit unterwegs.
DSC_1032 (002).JPG
Manchmal gibts halt was zu schrauben, aber dann laufen die guten alten Dinger wieder.
DSC_1028 (002).JPG
Vergiß ein neues Motorrad, mit alten zu reisen ist geselliger. ;-)
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Africa Twin - Quo vadis?

Beitrag von C.L.R. » Fr 19. Jul 2019, 08:16

Danke erst einmal für die beiden Wortspenden. Bereits aus ihnen ist für mich zu erkennen, wie komplex die Frage ist, denn sie zeigen die vielen Seiten der einen Medaille.

Vielleicht um ein wenig mehr Licht in mein Dilemma zu bringen noch meine typische Einsatzbreite der AT: Erst einmal ist sie Alltagsfahrzeug. Der Weg in die Arbeit (10 km nur Stadt) wird damit genauso erledigt wie kleinere Einkäufe (ebenfalls nur Stadt) und Kundentermine (immer wieder herrlich wenn ich im Anzug, weißem Hemd und Krawatte von der AT steige). Am Wochenende geht es dann immer wieder in die nahen Berge Kärntens und der Obersteiermark. Dort such ich explizit nach kleinen, schlechten Straßen und freue mich über jeden Meter Schotter … was nicht leicht und schon gar nicht legal ist. :pfeif: Zwecks An- bzw. Abreise müssen dann auch schon einmal ein paar Autobahnkilometer gemeistert werden … es soll halt schnell gehen. Zwei Mal im Jahr ist dann "große Fahrt". Mir ist klar, dass ich da bei den echten Abenteurern nur ein müdes Lächeln ernte, denn Ziele wie Marokko, die Mongolei oder Georgien sind noch weit entfernt … nicht nur was die Distanz betrifft, sondern auch als Familienvater mit engem Zeitbudget … kann aber noch werden, denn die Jungs sind bald aus dem Haus bzw. zeigen auch schon starke Fernwehtendenzen. In den letzten Jahren zog es mich dabei immer wieder auf den Balkan und in die Alpen. Heuer steht noch der TET Italien an … ich freu mich schon!

@TWHNTR: Ich teile deine Ansichten zum Vergleich zwischen T7 und AT1000 was Langstrecke vs. Gelände betrifft. Ich denke aber auch, dass die T7 unserer alten 750er schon überlegen ist, was Langstreckentauglichkeit, Komfort und Autobahn angeht. Ein DCT, kommt mir nicht ins Haus. Ich hatte auf meinen Vorführern zwei Mal eines verbaut und war nicht glücklich damit. Innerstädtisch kam ich gar nicht damit zu recht und ganz ehrlich, im Freiland hackel ich eh nicht dauernd rauf und runter wie am Berg wo ich es aber wieder als dazugehörend empfinde. Und dann bleibt noch das Gelände, wo ich es zwar nicht getestet habe, aber nicht glaube, dass es den ultimativen Vorteil bringt. Dass du dann noch schreibst "mein derzeitiger Favorit [...] die T7", löst bei mir Krämpfe aus ;-) … erstens bestätigt es damit meine Vermutungen und zweitens kann das vom Admin mit dem Rauswurf geahndet werden. :totlach:

@Spezi: Meine AT ist für mich fast die von dir angesprochene eierlegende Wollmilchsau. Lediglich zwei Faktoren stehen dem im Wege. Einerseits bin ich kein Schrauber und ich habe Angst, dass in den nächsten Jahren der Wartungsaufwand exponentiell ansteigt und zum EOL führt. Andererseits ist die Gute halt schon in die Jahre gekommen und sind wir uns ehrlich, die neuen Radeln können doch vieles besser als unsere Lieblinge. Stichworte sind da: Langstreckentauglichkeit/-komfort, Durchschnittsreisegeschwindigkeit, Fahrwerk on- und auch offroad, Motorisierung (Leistung, Entfaltung, Laufeigenschaften, Abgasemission, …). Wäre mein Mädl um 15 Jahre jünger, würde ich mir wahrscheinlich keine Gedanken machen.

Danke für den Hinweis bezüglich den Werten im Avatar … habe ich angepasst. ;-)

Dass auch die T7 fürs "Eingemachte" zu schwer ist, ist mir klar. Ich halte sie aber für einen guten Kompromiss und sehe sie in der gleichen Klasse wie die XRV 750 … nur halt mit den Vorteilen der Neuzeit … ohne gleich dem technischen Overkill verbaut zu haben.

Die SWM's sind mir bekannt. Ich muss allerdings gestehen, dass ich mich da nicht drüber traue. Da ist vor allem "China" und der Einzylinder, die dagegen sprechen. Beim Wort "China" rumort es bei mir in der Magengegend … ich bin kein großer Freund der Volksrepublik. Dafür habe ich leider zu viel Einblick was Menschenrechte, Umwelt und Korruption dort betrifft.

Und dann ist da noch dein Einsatzgebiet. Ich beneide dich insgeheim um deine Reisen. Als junger Spund war ich auch sehr aktiv, vor allem in Asien. Mit Familie und Berufsleben nahm dann die Reisezeit ab. Ich bin aber guter Dinge, dass sich in den nächsten Jahren wieder mehr Möglichkeiten ergeben werden. Nächstes Jahr geht es wieder einmal mit dem Rucksack nach Kambodscha/Laos/Burma. Dann sollen noch andere Destinationen folgen … ich träume vom Nordkap, den Wüsten Afrikas und der Mongolei … aber das sind ganz andere Geschichten. Dort bist du natürlich mit einer "Alten" besser aufgehoben. Erstens ist die Versorgung mit Ersatzteilen besser und einfacher, da die Bikes nicht so komplex sind. Und zweitens wäre zu schade um ein neues Motorrad … ist halt eine ganz andere Welt.

Ich freue mich schon auf weitere Beiträge!

C.L.R.

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Re: Africa Twin - Quo vadis?

Beitrag von mosaic700 » Fr 19. Jul 2019, 08:30

Wennst bei China Bauchweh hast, fallen auch die neuen kleinen GSen flach.

Für dich kommt nur die X-ADV in Frage... ;-)

https://www.honda.at/motorcycles/range/ ... rview.html

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Re: Africa Twin - Quo vadis?

Beitrag von Ben68 » Fr 19. Jul 2019, 09:26

mosaic700 hat geschrieben:
Fr 19. Jul 2019, 08:30
Wennst bei China Bauchweh hast, fallen auch die neuen kleinen GSen flach.

Für dich kommt nur die X-ADV in Frage... ;-)

https://www.honda.at/motorcycles/range/ ... rview.html
:lach:

Der kann aber auch wirklich alles, ein echtes Moped-SUV
https://www.advpulse.com/adv-bikes/hond ... ltar-race/
War kürzlich beim Arzt: "Ich glaube ich habe einen Tinnitus im Auge, ich seh nur mehr Pfeifen" ;-)

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Re: Africa Twin - Quo vadis?

Beitrag von Ben68 » Fr 19. Jul 2019, 10:20

Gebe auch noch einen ernsthaften Senf dazu.

Vor meiner aktuellen CRF1000 bin ich 15 Jahre eine RD07a Bj. 1996 ca. 75.000km gefahren, allerdings zu 98% auf der Straße.
Auch bei mir war sie überaus zuverlässig, nur einmal musste ich eine Tour abbrechen weil sich der Lichtmaschinenregler, leider unterwegs verabschiedet hat.
Bin auch kein Schrauber und lass bei der alten wie der neuen alles von Honda Werkstatt machen.

Ich kann nur sagen die neue ist für mich genial und natürlich merkt man 20 Jahre Motorradentwicklung - für mich im positiven.
Über die 97.000 kleinen Plastikabdeckungen kann man streiten, aber ABS, Trakt. Kontrolle, DCT, Einspritzung, usw. wollte ich und auch bewusst einen Technologiesprung beim neuen Gerät spüren, sonst brauch ich nicht x tausend Euronen investieren.

Ich finde die CRF1000 im Vergleich handlicher als die 750'er und die Motorleistung ist genau jene die ich mir bei der alten immer gewünscht habe.

Die Mehrleistung ist für mich aber weniger auf der Autobahn wichtig, die ich wenn möglich meide, sondern vielmehr beim überholen, weil man damit mehr Sicherheitsreserven hat, und natürlich beim Pässe fahren.
Im 2-Personenbetrieb und mit Gepäck geht auch endlich was weiter und mit DCT gibt z.B. kein Helmpecken mehr.

Der Sitzkomfort auf der neuen ist um Welten besser, trotz Touratech Sattel auf der alten.

Die Schalterei hat mich in der Vergangenheit auch nie gestört, aber jetzt ist das fahren einfach mehr Genuss und mit dem jederzeit möglichen manuellen eingreifen ist das genial. Für mich ist Programm Sport-2 perfekt.

Man muss sich angewöhnen etwas feinfühliger mit dem Gasgriff umzugehen weil man das dosieren mit der Kupplung natürlich nicht mehr machen kann, aber wenn man den Dreh raus hat, ist es einfach super.
Mit einer einzigen Probefahrt wird man das aber schwer hin bekommen.


Bin für Honda-Verhältnisse mit den 20.000 selbst gefahrenen km noch nicht sehr viele gefahren, aber in der Zeit hatte ich mal Null Probleme.
Auch nicht jene vermeintlichen Skandalprobleme die in den Foren so herumgauckeln.
korrodierende Speichen - bin nicht so der Megaputzer, bei mir sind die immer einfach dreckig
Griffheizung zu schwach - Geschmackssache, sie könnten stärker sein, aber voll aufgedreht hat es für mich immer gereicht, bin aber auch nicht in Sibirien unterwegs.
linke Schalterarmatur - SET-Schalter defekt, funzt bei mir problemlos
hinteres Radlager, bis jetzt mal nix

Also ich kann die neue Twin nur empfehlen, für mich war sie genau das Techn.Upgrade auf das ich Jahrelang von Honda gewartet habe.
War kürzlich beim Arzt: "Ich glaube ich habe einen Tinnitus im Auge, ich seh nur mehr Pfeifen" ;-)

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Re: Africa Twin - Quo vadis?

Beitrag von C.L.R. » Fr 19. Jul 2019, 13:02

Danke Mosaic für deine (hoffentlich nicht ernst gemeinte) Rückmeldung. Wobei … der Murl wäre doch ein Ansatzpunkt. Den in einem neuen Fahrwerk mit hohen Beinen … das könnte doch was, oder?

Und jetzt zur ausführlichen Rückmeldung von Ben: Deinen ersten Beitrag habe ich genossen … aber es ist wahrscheinlich der Fahrer und nicht der Roller, der hier im Mittelpunkt stehen sollte. Jungs in seiner Liga würden wahrscheinlich noch mit einem alten Lambretta-Roller vorne mitfahren … zumal das eine Amateurrallye ist und nicht die Dakar. ;-)

Ich lese heraus, dass du die neue AT genießt … das freut mich. Ohne Zweifel sind 20 Jahre Motorradentwicklung bei diesem neuen Bike zu sehen und zu spüren. Das bringt viele Vorteile, die du auch schön herausstreichst … Handlichkeit, Motorleistung, DCT-Getriebe, Komfort. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich das ALLES möchte und zum Preis der "elektronischen Aufrüstung".

Vor den "Horrorproblemen" in den Foren habe ich auch weniger Angst, denn ich glaube, dass das nur die Spitze des Eisberges ist und viele die glücklich sind dort einfach nicht gesehen werden.

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Re: Africa Twin - Quo vadis?

Beitrag von Captain » Fr 19. Jul 2019, 14:18

mosaic700 hat geschrieben:
Fr 19. Jul 2019, 08:30
Wennst bei China Bauchweh hast, fallen auch die neuen kleinen GSen flach.
auch die 850er GS hat jetzt einen Chinesen Motor drinnen der nun im zweiten oder dritten Anlauf seine Arbeit verrichtet,
die erste Charge schaffte es nur bis zu den Importeuren bis sie drauf gekommen sind, dass Ölbohrungen vergessen wurden und die Motoren Schrott sind. :gruebel: war aber nur in den Amerikanischen einschlägigen Gazetten zu lesen.
Das alles um den Aktionären das geforderte Salär zukommen zu lassen, deutsche Wertarbeit made in China.
Ktm folgt demnächst mit den größeren Modellen nach auf dem Weg nach Fernost, die kleineren Modelle werden ja schon dort produziert. :lach:
Habe den Eindruck auch die Japanischen Modelle werden auf Grund des Preisdruckes immer Mangelhafter. :gruebel: :-(
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Re: Africa Twin - Quo vadis?

Beitrag von Captain » Fr 19. Jul 2019, 14:30

spezi266 hat geschrieben:
Do 18. Jul 2019, 23:47

Ich fahre grundsätzlich mit alten Motorrädern. XRV und Suzi DR650 sind BJ 2000.
Die japanischen Modelle der 90er und die 2000er Jahre bis zur EURO3 Einführung waren die solidesten, weniger komplizierten, und mit wesentlich geringeren Elektronikaufwand auskommenden Konstruktionen.
Gut gewartet ist da eine enorme Laufleistung möglich.

Vergiß ein neues Motorrad, mit alten zu reisen ist geselliger. ;-)
Lieber Spezi, du darfst halt nicht vergessen, dass du dir selbst zu helfen weist, da du ja vom Fach bist.

Da sind ja sehr viele rund um den Globus unterwegs die dann sehr verwundert sind, dass ein Radlager oder Kupplung oder Gabelsimmeringe usw. kaputt gehen können.
Selbst defekte Reifen oder Ketten samt Ritzel werden dann erstaunt und verwundert betrachtet wenn die Luft draussen und die Zähne abgefallen sind.

Brauchst dir nur auf FB die vielen Hilferufe zu Gemüte führen.
Bei den Neueren Modellen kommen dann noch die Ausfälle an der Elektronik dazu.
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Re: Africa Twin - Quo vadis?

Beitrag von xrvsiro » Fr 19. Jul 2019, 15:09

Bin sowohl crf als auch tenere 700 bereits gefahren.

Crf für zu zweit,strassen und feldwegbetrieb und autobahn.
Tenere 700 wenns öfter mal ins gelände geht und zu zweit fahren eher selten thema ist.

Tolle motorräder sind beide
Multitool-geht nicht gibts nicht!:-)

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Re: Africa Twin - Quo vadis?

Beitrag von Hundatwassa » Fr 19. Jul 2019, 19:44

Sehe ich auch so wie Siro. Es kommt drauf an, was du machen willst - vor allem in puncto OffRoad. Wenn du nur ein paar Schotterwegerl fahren willst geht im Prinzip jedes Bike, auch Chopper ;) somit ist die Auswahl groß und kannst dir ruhig ein Moperl mit genügend Komfort zulegen. Wenn du aber richtig hardenduromäßig unterwegs sein willst, dann benötigst du auch eine Hardenduro. Alles dazwischen ist halt nur ein Kompromiss. Wobei das nix schlechtes sein muss, wenn man zufrieden ist. Gibt Leute, die mit einer CRF250 um die Welt reisen - und es macht Spaß :)

Falls du diesen Kompromiss suchst ist die T7 sicher etwas näher dran, als die neue Twin :)
Liebe Grüße, Emre :cool:

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Re: Africa Twin - Quo vadis?

Beitrag von Zwergerl » Mi 24. Jul 2019, 08:34

Also das Zwergerl sagt fahr mal eine KTM 990 Adventure Probe (2066/2007 Jahre is recht gut und no net so vollgestopft mit elektronik wie die neueren Generationen)...
DIE is wirklich zumindest für mich die Wollmilchsau...
Gut im Gelände, gut in der Stadt, gut über Land und macht noch dazu mördermässig Spaß :wheely:
da hast dann ein leichteres Bike als die AT und trotzdem 98PS...sie geht am schotterweg als auch im ruppigerem Gelände gut, meine hat im Moment 105.000km und geht no immer... :yeah:

lg Zwergerl
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Re: Africa Twin - Quo vadis?

Beitrag von spezi266 » Mi 21. Aug 2019, 09:08

Dieses Thema richtig zu beantworten ist sicher nicht möglich. Zuviele Motorradfahrpilosophien treffen da aufeinander. Wieviel Gepäck wird mitgenommen, natürlich auch bei manchen mit Sozia, oder welche Menge offroadtauglichkeit muss das Gerät bieten.Im Prinzip wird man nach jeder Reise um einige Erfahrungen reicher. Natürlich kommt es auch darauf an wohin man fährt, und was man dann auch macht. Bei der letzten Reise Kaukasus Georgia / Armenia empfand ich zum Beispiel manche Hauptverkehrswege mit tausenden Schlaglöcher, Asphaltschwammerln, und Schotter/Asphaltmischungen schwieriger als erwa die Pisten nach Shatili oder Omalo. Da liegt dann schon mal ein Lada am Strassenrand, dem es die Nabe von den Querlenkern gerissen hat, mit 90° nach innen verschränktem Vorderrad am Strassenrand. Also viel Federweg und große Räder sind da klar im Vorteil. Der Rest ist Detail. So haben wir bei Sisian (Armenien) zwei Iraner getroffen, die mit chinesischen 250ern diese Strecke bewältigten. Im Iran ist es nicht erlaubt Motorräder mit mehr als 250ccm3 im Strassenverkehr zuzulassen. Detail am Rande: die Chinesen obwohl ident, kann man mit vetschiedenen Markensymbolen kaufen. Auf der weinroten prangte ein Yamaha-, und auf der dunkelblauen ein BMW-Logo.
Überrascht darf man in diesen Ländern nicht sein, wenn man auf einer weiß gekennzeichneten Strasse plötzlich ins rough Endurogelände kommt, mit Riesengatschlöchern und wirklich tief verspurte Wege vorfindet.
Also vorbereitet sollte man schon sein.
Ich sage möglichst schmal und leicht, dann schafft man fast jede Herausforderung.
Das eine oder andere PS kann man getrost vergessen. Vieöleicht beim Bergaufüberholen von LKWs ein leichter Vorteil, aber die überladenen Kamas hierzulande packen die Steigungen oft nur im Schritttempo.
Der Gerhard hatte am Tacho der CRF vorschriftsmäßig sogar einen 160km/h Kleber, wegen der TKC80. Hier ist diese Geschwindigkeit illosorisch.
Leider hat einmal in Armenien die Rennleitung eingeschritten, und hat Gethard wegen mehreren Vergehen (über 40km/h zu schnell/Sperrlinie etc.)30000Armenis abgeknöpft..
Also robust, leicht und gut reparierbar sollte ein ADV-Bike sein.
Sogar die CRF packt es, die T7 wahrscheinlich auch, und sicher so manches Chinabike.
Liebe Grüße vom Spezi, der in Kutaisi festsitzt, und auf die Fähre von Batumi nach Chornomorsk (Ukraine) wartet. Angeblich gehts morgen um 2300.
So stürze ich mich nochmals ins Kutaiser Nightlife. Wirklich jede Menge Lokale für jeden Geschmack, und a Haufen junger Weiber. :mrgreen:
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Re: Africa Twin - Quo vadis?

Beitrag von Captain » Mi 21. Aug 2019, 14:42

@spezi
sind eh nur knapp 60 Euros die Gerhard abgedrückt hat :-)
für Armenische Verhältnisse doch ein Wochen oder Monatslohn :toeff:
Die meisten Mopedisten fahren ja auf befestigten gut Asphaltierten Strassen herum, da spielt das Gewicht keine so große Rolle und je mehr PS desto grösser wird das Ego :pfeif:
Auf das was wir uns für eine Neuanschaffung wünschen würden wird keine Rücksicht genommen da die verkauften Stückzahlen zu gering sein werden :ka:
Darum bleiben wir bei unseren alten Gurken so lange sich die Räder noch drehen :enduro:

Auf jeden Fall komm wieder heil zurück aus dem Fernen Lande :-)

und lass dich nicht komplett aussackln in den anrüchigen Lokalen in Kutaisi :bier:
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Re: Africa Twin - Quo vadis?

Beitrag von Maennerzimmer » Mi 21. Aug 2019, 17:43

Solange man nicht 4 - 5 unterschiedliche Motorräder in der Garage stehen hat, ist wohl Alles ein Kompromiss.
Wahrscheinlich gibt es auf großer Reise auch je nach Sektion ein “besseres“ Motorrad, als das auf dem man gerade sitzt.
Mein persönlicher Kompromiss wird die T7.
Letztendlich sind die Geräte doch nur Mittel zum Zweck, nämlich Spaß zu haben und etwas zu erleben, oder?

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Re: Africa Twin - Quo vadis?

Beitrag von Maennerzimmer » Mi 21. Aug 2019, 17:53

Nachtrag: ein Freund der Africa Twin werde ich trotzdem bleiben ;-) :winke: :toeff:

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Re: Africa Twin - Quo vadis?

Beitrag von eti » Do 22. Aug 2019, 17:47

Also Ich bin nur Wickerl hinter her gefahren aber die letzten beißen die Hunde. Wickerl meinte sie hätten nur 3000 Dram verlangt und hätte in nur falsch verstanden
Übrigens die CRF war für diese Reise zu schwer hätte mir eine 600er gewünscht, aber es ging
Schöne Grüße aus Vorarlberg
Gerhard

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