Geduld und Zeit - braucht man, wenn man mal ans Heck muss...

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rowin
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Geduld und Zeit - braucht man, wenn man mal ans Heck muss...

Beitrag von rowin »

Servus!

Gestern wollte ich meine Zeit sinnvoll verbringen und eine der anstehenden Arbeiten an meiner ATAS erledigen.
Dazu musste das Heck runter und somit als eines der ersten Teile der Heckträger. Leider fallen dabei alle vier von unten in die Trägerhalterung eingelegten Formmuttern bei der geringsten Berührung (Aufsetzen der Schrauben) aus ihrem Sitz heraus und verschwinden im inneren Nirvana. Das passiert natürlich vorzugsweise und spätestens am Ender der Arbeiten, beim Zusammenbau.

DSC_4595_klein.JPG

Die beiden Vorderen fallen nicht so tief, die konnte ich wieder hervorkramen und mit einer Schraube in Position bekommen. Weil sie auch in einer tiefen Führung sitzen, konnte ich sie mit einer Beilage provisorisch klemmen.

DSC_4588_klein.JPG

Bei den Hinteren war das leider nicht möglich.
Kein Magnetstab, keine Schraube, kein Draht - nix hilft. Nun muss, um diese kleinen gottverdammten Scheißerchens wieder ans Tageslicht zu bekommen, der ganze Trägerhalter ausgebaut werden, was natürlich auch heißt, dass die Seitenabdeckungen runter müssen (sitzten sehr fest und haben, wie wie die göttliche Frontverkleidung, auch einige seeehr leicht brechende Nasen), was natürlich auch heißt, dass davor die Kofferträger runter müssen. Also eine völlig unnötige Sch..ss Hacke. Nur weil diese Muttern nicht richtig/dauerhaft in ihren Positionen klemmen.

DSC_4592_klein.JPG

Eigentlich hätte ich diese Muttern gleich richtig einkleben müssen. Da ich aber nicht auf Kleben, sondern nur auf ein wenig Schrauben eingerichtet war, hatte ich nichts dabei außer etwas Spiegelband und musste mir damit soweit über die Runden helfen, dass ich die Kiste wieder zusammenschrauben konnte. Weil im halb zerlegten Zustand ohne Heck hätte mich unsere Exekutive wohl nicht gerne unterwegs gesehen, auch wenns nur um Kleber holen gegangen wäre. Hätte sicher einen Erklärungsnotstand gegeben.

Also Leute, falls jemand das Givi Set zur Unterstützung des Topcases montieren möchte oder aus einem anderen Grund den Heckträger abnimmt, achtet auf diese vier Muttern und fixiert sie irgendwie.

Dann habt ihr sicher mehr Freude als ich gestern.
Hat mir nur einen ganzen Nachmittag und einige Nerven gekostet.

Ich mag die AT, ich mag meine ATAS und habe eigentlich nicht vor, mich von ihr zu trennen. Aber solche Dinge ziehen mir, genauso wie diese unsägliche Frontverkleidung mit ihren gefühlt tausend Nasen, jedesmal wieder den Nerv. Es ist jetzt, in jungen Jahren, schon eine große Herausforderung, das ganze Plastik ohne Beschädigung ab- und wieder anzubauen (nichtmal von einer Honda-Werkstatt bekommt man das 100% unbeschädigt zurück, aber die kleben es zumindest wieder). Wie wird das erst in ein paar Jahren sein, wenn am ganzen schönen äußeren Plastik die Altersermüdung einsetzt...?

Mir graut davor, daran zu denken.

LG,
Robert
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Re: Geduld und Zeit - braucht man, wenn man mal ans Heck muss...

Beitrag von Riodanubio »

Die verantwortlichen Entwickler von Honda sollte man unter Beobachtung dazu zwingen selbst Service- und Schraubarbeiten an diesem Motorrad durchzuführen. Kann mir auch lebhaft vorstellen wie es bei den Werkstätten in der Hochsaison zugehen wird.
Entsprechende Schäden sind da vorprogrammiert. Es muss ja alles sehr schnell gehen und die Kunden warten.....

Zitat eines Selbstschraubers (bei der Ventilspielkontrolle und Zündkerzenwechsel): "Ich muss immer noch den Kopf schütteln wie man so einen Mist konstruieren kann".

https://trueadventure.de/forum/thread/5 ... tilspiels/

Schon bei der Entwicklung muss man auf solche Kleinigkeiten Rücksicht nehmen. An die relevanten Teile sollte man leicht und ohne stundenlange Zerlegearbeiten rankommen. Damit würde man Kosten bei den Schraub- und Wartungsarbeiten sparen. Die ganzen Kunststff- Haltenasen bröckeln sicher sehr bald weg. Dank an Rowin dass du uns das mitgeteilt hast!

Riodanubio
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Re: Geduld und Zeit - braucht man, wenn man mal ans Heck muss...

Beitrag von Riodanubio »

PS: ein Video von Givi dazu gibt es auch:


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Captain
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Re: Geduld und Zeit - braucht man, wenn man mal ans Heck muss...

Beitrag von Captain »

na Bumm, des ist a Mörderhackn
und was sind das für komische Muttern wenn die im Nirwana verschwinden?
Gewinde Blechmutter
Pressmutter
Karosseriemutter die nicht befestigt sind
usw.
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rowin
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Re: Geduld und Zeit - braucht man, wenn man mal ans Heck muss...

Beitrag von rowin »

Das sind so Formteile. Unter dem runden Teil den du sehen kannst, liegt ein quadratischer Sockel, der von unten in die Kuststoff-Passung schlüpft. Und dort von kleinen Plastik-Nasen gehalten werden sollte. Entweder vibrieren sich diese Nasen ab oder der ganze Sitz verschleißt/verändert sich, sonst würden die nicht rausfallen. Ich habe mir die Aufnahmen aber auch nicht so genau angesehen, sonden war froh, die Dinger mit Klebeband und Beilagen wieder drin zu haben.

Hülse-Mutter.JPG

LG,
Robert
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Captain
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Re: Geduld und Zeit - braucht man, wenn man mal ans Heck muss...

Beitrag von Captain »

gibts so auch nicht im Handel, Hülsenmutter mit Vierkantsockel, also nur beim HH
könnte man überhaupt von unten neue Muttern einsetzen?

und was ist wenn die Schrauben in den Muttern festgebacken sind und sich die Mutter mitdreht, die Plastiknasen werden die Muttern ja nicht so stabil halten.
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Re: Geduld und Zeit - braucht man, wenn man mal ans Heck muss...

Beitrag von rowin »

Sitzen tun die eh fest, der Vierkantsockel sitzt rundum formschlüssig und der Kuststoff von diesem Trägerhalter ist schon ziemlich stabil. Also Verdrehung ist da nicht. Aber gegen "aus dem Sitz herausfallen" ist nicht gut gelöst. Da reicht der Druck beim Ansetzen der Schraube und das Ding fällt nach innen heraus. Anfangs, bei der Erstmontage, müssen die Dinger ja auch halten. Auch die kleinen Japaner müssen die Schrauben einsetzen, ohne dass die Dinger rausfallen. Also verändert sich da was. Ich weiß nicht, ob die vielleicht eingepresst sind oder vielleicht an kleinen Nasen einrasten. Dazu hätte ich das an der jungfräulichen ATAS mal sehen müssen.

Der Heckträger inklusive aufgesetztem Topcase wird nur von diesen vier Schrauben getragen. Scheinbar nicht dauerfest. Deswegen gibt es z.B. von Givi diesen SR1161 Topcase-Träger, der am Heck direkt am Rahmen angebaut wird und die TC-Platte von unten stützt.

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Re: Geduld und Zeit - braucht man, wenn man mal ans Heck muss...

Beitrag von rowin »

Ich hab jetzt mal aus reiner Neugierde nach dem Preis für diesem Trägerhalter gesucht. Nein, ich will ihn eh nicht kaufen.

Auf einer deutschen Honda-Ersatzteil-Seite € 1089,-
Auf US-Partzilla $ 395,-

Ich schreibe jetzt nicht, was ich mir denke und mir auf der Zunge liegt. Sonst werde ich hier gesperrt.

LG,
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Re: Geduld und Zeit - braucht man, wenn man mal ans Heck muss...

Beitrag von Captain »

:huch: da möchte man keinen Schaden haben an dem Ding, die Preise werden sich ja bis nach vorne im gleichen Segment bewegen
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Re: Geduld und Zeit - braucht man, wenn man mal ans Heck muss...

Beitrag von spezi266 »

Plastikgeklumpe, mir kommt sowas nicht ins Haus. :spinner:
Hab immer gedacht die Verkleidung an der 650er Transe ist G....
aber das dürfte es bei weitem noch übertreffen.

LG vom Spezi

Ums halbe Geld kann ich da das Upshift - Suzuki DR 650 Projekt durchziehen, mit nach Polen importierter NEUER DR650.
Da habe ich wenigstens nicht tausend Plastikteile.
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Re: Geduld und Zeit - braucht man, wenn man mal ans Heck muss...

Beitrag von xlv600alpler »

Keine Ahnung ob euch das hilft
Bei ZAMsChannel gibts eine Videoserie zum Bremsschlauchwechsel samt zerlege Orgie
Wenn nicht einfach Ignorieren
Gruß Stefan

die Africa Twin stand 8 Jahre vergessen in der Ecke :wheely: ich erwecke Sie wieder zum Leben

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Re: Geduld und Zeit - braucht man, wenn man mal ans Heck muss...

Beitrag von Captain »

Also ich bin auch dafür wenn man Unterstützung leistet
"wenn Jugend forscht"
aber dem würde ich mein 16k Euro Motorrad nicht zum Basteln geben.

Der macht, hat aber keine Ahnung, habe mir auch einige andere Teile angeschaut da ist es ja noch schlimmer.
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Re: Geduld und Zeit - braucht man, wenn man mal ans Heck muss...

Beitrag von Riodanubio »

....eine große Herausforderung, das ganze Plastik ohne Beschädigung ab- und wieder anzubauen....

Die Schrauber empfehlen an den neuralgischen Stellen eine Carbonpaste zu verwenden, damit beim neuerlichen Ein- und Ausbau nichts mehr bricht und das alles leichter geht.

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Re: Geduld und Zeit - braucht man, wenn man mal ans Heck muss...

Beitrag von spezi266 »

Wozu baut der an einem neuen Motorrad die Bremsleitungen aus?
Nach 10 Jahren kann man über einen Tausch auf Stahlflex nachdenken, aber bis dahin ist dieses Gebilde eh am Motorradfriedhof. :gruebel:

Spezi

An meiner XRV habe ich noch immer die 20 Jahre alten Bremsschläuche drauf. :peinlich:
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Re: Geduld und Zeit - braucht man, wenn man mal ans Heck muss...

Beitrag von Riodanubio »

....sind halt heutzutage Wegwerfmotorradeln und wenn da kein Update fürs Android kommt wars das.... Da hilft dann der Simulator fürs Narrenkastel auch nix mehr.... :bang:

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