Slowenien-Kroatien-Italien Teil 1
Verfasst: Di 2. Sep 2008, 00:12
Bin gestern von meiner einwöchigen Reise rund um die nördl. Adria zurückgekehrt.
Anfahrt nach Slow. über den Seebergsattel und durchs Kokratal nach Kranj (Krain). Von dort Weiterfahrt zum Bohinjsko jezero im Triglav Nationalpark. Bei dieser Anfahrt schon das erste Endurostreckerl durch das Jelovica Berggebiet. Im Ort Lipnica beginnt der Einstieg. Leider gibt es in dem Labyrinth von Forststrassen keinerlei Hinweisschilder, ausser für Wanderer. So gibt´s dort den Partizanski vrh (vermutlich ein Berg) und den Partizanski dom (vermutlich ein Haus oder Hütte). Bei soviel Partizanski hab ich aber eher an einen Hinterhalt gedacht und hab mich so an meiner Nase orientiert, was im ewigen Wald natürlich nicht immer einfach war. Schließlich konnte ich mich an einer Waldlichtung ins unter mir liegende Tal orientieren. Die Eisenbahnbrücke über den Sava Bohinjka gab mir Aufschluss und so ging die Fahrt noch eine halbe Stunde weiter über schöne Schotterstrecken bis ich dann an der Strasse zum Sedlo-Pass eingemündet bin. Über Bohinjska Bistrica bin ich dann zum See gefahren wo ich auf einem netten Campingplatz übernachtet habe.
Am nächsten Tag ging es dann zu den Wasserfällen, die man aber nur zu Fuß, nach Löhnung von 2,40 Euro und etwas Schweiß erreichen kann. Naja jetzt im Spätsommer sind die auch nicht so imposant. Weiter über den Sedlo nach Tolmin im Soca (Isonzo)- Tal. Bei der Hinfahrt erwischte mich ein anständiges Gewitter, jetzt haben mich die Wasserfälle von oben erwischt, dachte ich mir. Flucht unter eine Weinlaube brachte nur kurzzeitige Besserung, so bin ich dann weiter nach Tolmin. Einmal Gewitter da, einmal Gewitter weg, das ging so im Kreis herum. Das im Ort gerade ein Treffen von Chopperfahrern stattfand konnte mich auch nicht zum Besseren erheitern, und so habe ich dann die Flucht zur slowenischen Grenzkammstrasse angetreten. Über Lig habe ich dann bei Podresca auf die italienische Seite gewechselt. Über Udine ging es dann bis Lignano. Vorher habe ich noch in einem Pfirsichhain, leider waren an den Bäumen keine Pfirsiche mehr dran, meine dampfend nasse Wäsche getrocknet. In Lignano hat mich das böse Gewitter wieder eingeholt, aber da war ich bereits im Quartier.
Der nächste Tag war Ruhetag, gemütlich zum Ausspannen, für´s Baden war es sowieso zu windig.
Montag den 25. 08. ging es dann über Triest nach Illirska Bistrica, das liegt an der Strasse von Postojna nach Rijeka. Aber in Illirska wendete ich mich nach Osten dem Sneznik-Gebiet zu. Anfahrt über eine kurvenreiche Bergstrecke auf einen namenlosen Pass auf dem es abseits der Strasse einen Bunker zu besichtigen gab. Mit der kleinen LED-Funse von Taschenlampe konnte ich aber nicht weit in das Innere vordringen, jedenfalls reicht das Bauwerk weit in den Berg hinein und auch tief hinunter. Also weiter zum Sneznik, der Schotter begann auch gleich. Ich wollte aber möglichst nah zum Berg, und wieder ein Labyrinth von unausgeschilderten Wegen. An der Südseite war eine Sackgasse. Ein Dunghaufen der wie eines Bären zugehörig aussah bewegte mich zum raschen Rückzug. An der Nordseite war der Weg steil und ausgewaschen wie eine Steilrampe des Van Zyl´s in Namibia. Den letzten halben Kilometer ging ich zu Fuß und dann war auch wieder Dead End. Eine Abzweigung mit Absperrkette gab´s noch. Kette weg und drüber. Nach wenigen Kilometern versperrte mir ein ladender Holztransporter den Weg. Aber keiner fragte warum ich da fahre und wir haben uns so gut es ging gänzend und lustig unterhalten. Der Weg war aber dann auch der richtige und nach einer guten Stunde weiterer Fahrt erreichte ich eine alte Festung. Der Innenhof war gepflegt und lud zum Campen ein. Ein kleines Häuschen war an die Festungsmauer angebaut, aber da kein Mensch da war habe ich mich entschlossen weiter zu fahren. Nach einer weiteren Stunde Fahrt erreichte ich in Kozarisce beim Grad Sneznik (Schloss Schneeberg) die Zivilisation wieder. Nahe des Cernisko Jezero (See) hab ich dann ein schönes Quartier an einer Schotterstrecke gefunden.
Dienstag den 26.08. begann ich dann eine Rundfahrt um diesen See. Die Besonderheit ist, dass er im Sommer fast völlig austrocknet und nur von dünnem Schilf bewachsen ist. Weiter ging die Fahrt Richtung Kroatien auf der 213 zum Grenzübergang Prezid. Dort habe ich Willi kennengelernt, einen Bayern aus Deggendorf auf seiner 950er Adventure. Da unser Zielgebiet Senj an der Adriaküste das gleiche war beschlossen wir gemeinsam zu fahren. Bis zum Omladinsko jezero (östlich von Rikeka), ging es auf Asphalt, dann juckte wieder das Schottern. Irgendwie ging die Fahrt durch das Velika Kapela Gebiet, wo wir auf die erste verschlossene Schranke stießen. Ca. 30km Rückfahrt stand uns nicht im Sinn, und so bauten wir eine Umfahrung des Hindernisses. Ich musste zwar meine Alukoffer abbauen, aber es hat gut funktioniert. Am Abend erreichten wir Senj über den schönen aber verkehrsreichen Vratnik-Pass.
Die Müdigkeit fordert ihren Tribut. Teil 2 gibt´s für alle Interessierten morgen. Seid bis dahin auch schön brav.
Euer Spezi

Anfahrt nach Slow. über den Seebergsattel und durchs Kokratal nach Kranj (Krain). Von dort Weiterfahrt zum Bohinjsko jezero im Triglav Nationalpark. Bei dieser Anfahrt schon das erste Endurostreckerl durch das Jelovica Berggebiet. Im Ort Lipnica beginnt der Einstieg. Leider gibt es in dem Labyrinth von Forststrassen keinerlei Hinweisschilder, ausser für Wanderer. So gibt´s dort den Partizanski vrh (vermutlich ein Berg) und den Partizanski dom (vermutlich ein Haus oder Hütte). Bei soviel Partizanski hab ich aber eher an einen Hinterhalt gedacht und hab mich so an meiner Nase orientiert, was im ewigen Wald natürlich nicht immer einfach war. Schließlich konnte ich mich an einer Waldlichtung ins unter mir liegende Tal orientieren. Die Eisenbahnbrücke über den Sava Bohinjka gab mir Aufschluss und so ging die Fahrt noch eine halbe Stunde weiter über schöne Schotterstrecken bis ich dann an der Strasse zum Sedlo-Pass eingemündet bin. Über Bohinjska Bistrica bin ich dann zum See gefahren wo ich auf einem netten Campingplatz übernachtet habe.
Am nächsten Tag ging es dann zu den Wasserfällen, die man aber nur zu Fuß, nach Löhnung von 2,40 Euro und etwas Schweiß erreichen kann. Naja jetzt im Spätsommer sind die auch nicht so imposant. Weiter über den Sedlo nach Tolmin im Soca (Isonzo)- Tal. Bei der Hinfahrt erwischte mich ein anständiges Gewitter, jetzt haben mich die Wasserfälle von oben erwischt, dachte ich mir. Flucht unter eine Weinlaube brachte nur kurzzeitige Besserung, so bin ich dann weiter nach Tolmin. Einmal Gewitter da, einmal Gewitter weg, das ging so im Kreis herum. Das im Ort gerade ein Treffen von Chopperfahrern stattfand konnte mich auch nicht zum Besseren erheitern, und so habe ich dann die Flucht zur slowenischen Grenzkammstrasse angetreten. Über Lig habe ich dann bei Podresca auf die italienische Seite gewechselt. Über Udine ging es dann bis Lignano. Vorher habe ich noch in einem Pfirsichhain, leider waren an den Bäumen keine Pfirsiche mehr dran, meine dampfend nasse Wäsche getrocknet. In Lignano hat mich das böse Gewitter wieder eingeholt, aber da war ich bereits im Quartier.
Der nächste Tag war Ruhetag, gemütlich zum Ausspannen, für´s Baden war es sowieso zu windig.
Montag den 25. 08. ging es dann über Triest nach Illirska Bistrica, das liegt an der Strasse von Postojna nach Rijeka. Aber in Illirska wendete ich mich nach Osten dem Sneznik-Gebiet zu. Anfahrt über eine kurvenreiche Bergstrecke auf einen namenlosen Pass auf dem es abseits der Strasse einen Bunker zu besichtigen gab. Mit der kleinen LED-Funse von Taschenlampe konnte ich aber nicht weit in das Innere vordringen, jedenfalls reicht das Bauwerk weit in den Berg hinein und auch tief hinunter. Also weiter zum Sneznik, der Schotter begann auch gleich. Ich wollte aber möglichst nah zum Berg, und wieder ein Labyrinth von unausgeschilderten Wegen. An der Südseite war eine Sackgasse. Ein Dunghaufen der wie eines Bären zugehörig aussah bewegte mich zum raschen Rückzug. An der Nordseite war der Weg steil und ausgewaschen wie eine Steilrampe des Van Zyl´s in Namibia. Den letzten halben Kilometer ging ich zu Fuß und dann war auch wieder Dead End. Eine Abzweigung mit Absperrkette gab´s noch. Kette weg und drüber. Nach wenigen Kilometern versperrte mir ein ladender Holztransporter den Weg. Aber keiner fragte warum ich da fahre und wir haben uns so gut es ging gänzend und lustig unterhalten. Der Weg war aber dann auch der richtige und nach einer guten Stunde weiterer Fahrt erreichte ich eine alte Festung. Der Innenhof war gepflegt und lud zum Campen ein. Ein kleines Häuschen war an die Festungsmauer angebaut, aber da kein Mensch da war habe ich mich entschlossen weiter zu fahren. Nach einer weiteren Stunde Fahrt erreichte ich in Kozarisce beim Grad Sneznik (Schloss Schneeberg) die Zivilisation wieder. Nahe des Cernisko Jezero (See) hab ich dann ein schönes Quartier an einer Schotterstrecke gefunden.
Dienstag den 26.08. begann ich dann eine Rundfahrt um diesen See. Die Besonderheit ist, dass er im Sommer fast völlig austrocknet und nur von dünnem Schilf bewachsen ist. Weiter ging die Fahrt Richtung Kroatien auf der 213 zum Grenzübergang Prezid. Dort habe ich Willi kennengelernt, einen Bayern aus Deggendorf auf seiner 950er Adventure. Da unser Zielgebiet Senj an der Adriaküste das gleiche war beschlossen wir gemeinsam zu fahren. Bis zum Omladinsko jezero (östlich von Rikeka), ging es auf Asphalt, dann juckte wieder das Schottern. Irgendwie ging die Fahrt durch das Velika Kapela Gebiet, wo wir auf die erste verschlossene Schranke stießen. Ca. 30km Rückfahrt stand uns nicht im Sinn, und so bauten wir eine Umfahrung des Hindernisses. Ich musste zwar meine Alukoffer abbauen, aber es hat gut funktioniert. Am Abend erreichten wir Senj über den schönen aber verkehrsreichen Vratnik-Pass.
Die Müdigkeit fordert ihren Tribut. Teil 2 gibt´s für alle Interessierten morgen. Seid bis dahin auch schön brav.
Euer Spezi