Marokko, Motorradparadies?

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spezi266
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Marokko, Motorradparadies?

Beitrag von spezi266 »

Als Sambor (aus dem poln. Forum) im Frühjahr diese Jahres zwei gebrauchte DR650 Suzis von mir abholte, machte er mir den Mund mit Marokko wässrig. Dort gibt es alles, Berge, Meer, Sandwüste. Das Land ist für afrikanische Verhältnisse nicht zu großräumig, und politisch nahezu stabil.
Also setzte ich mich mit Piotr Kowalczyk (Kowal) in Verbindung, der die Transporte nach Malaga (Südspanien) durchführt, und bereits siebenmal dieses Land bereist hat. http://www.podrozemotocyklowe.com/" onclick="window.open(this.href);return false;
Zuerst war fixiert die Septembertour zu fahren. Aber nach einigen Verständigungsproblemen war diese Tour ausgebucht. Die Oktobertour hätte als reine Sandkistenreise ursprünglich nur in den Antiatlas führen sollen. Erst nach Änderung der Reiseroute war der Oktobertermin für mich fix.
Kurzer Anruf bei Captain. Er war natürlich gleich dabei, da er ja seine noch nicht lange erworbene RD04 mal Gassi führen muss, und eine Africa-Twin gehört natürlich nach Afrika ausgeführt.
Nun zur Transportgeschichte. Die Bikes nach Warschau führen, und von dort wieder abholen wollten wir nicht, so beschlossen wir selbst zu transportieren. Ich hatte mich entschlossen meine etwas verwaiste TT600 Yamaha zum Einsatz zu bringen. Möglichst leicht, möglichst wenig Gepäck, da wir ja eine größere Gruppe waren, in der wir reisten. Die TT passt auch ohne gröbere Demontagearbeiten in den VW-Transporter. Einen 23 Liter Tank hatte ich noch von einem vorher eingesetzten Modell auf Lager. Einzig eine Alu-Platte ( KTM LC04) für die vorhandene Gepäckbrücke von OTR besorgte ich mir von Touratech. Nur die Befestigungsöcher waren zum Umbohren. Ein neuer Afam-Lenker und Lenkerprotektoren vom Auner. 8Ah Batterie von der Louise. Zwei neue Mitas MT09 Dakar vom Lolo, und das war es schon. Vergaserputzen und kleines Service, dann war sie reisefertig.
Am 08. Oktober ging es los. Captains RD04 noch in den Hänger geladen. Erste Etappe bis Nähe Milano, wo wir bei Bekannten übernachteten. Nächste Etappe über den Claviere, Briancon, Aix en Provence, Perpignan in die franz. Pyrenäen. Schöne Gegend machte schon richtig geil aufs Motorradfahren. Aber noch ein Tag quer durch Spanien. Dann war Malaga erreicht.
Nicht die Zeit des Transportes war ausschlaggebend, sondern möglichst viel sparen durch Benutzung nicht mautpflichtiger Strecken. In Spanien sind die AP (Autopista) mautpflichtig, die A (Autorouta) nicht. Daher sind wir nicht über Barcelona, Valencia etc. die Küste entlang gefahren, sondern haben sich über teils gut ausgebaute Careterras (Landstrassen) durchgeschlagen.
Treffpunkt mit den Polen war Autocaravanas del Sol, ein Abstellplatz für Wohnmobile und Wohnwagenanhänger, der über die neue Westumfahrung (A7) von Malaga gut zu erreichen ist, und relativ nahe zum Flughafen der Stadt liegt.
Monatsmiete fürs Abstellen brennen, Bikes abladen, und in der Stadt ein bissel herumschnüffeln.
Am Freitag traf schließlich auch der polnische Truck mit Koval, dessen Freundin Babsi, und mit Mechaniker PKE. Der wurde so genannt, weil es sonst zuviele Piotr (Peter) gegeben hätte. Da der Rest der Bande erst am Sonntag mit dem Flugzeug ankommen sollte, beschlossen wir gleich eine Freundschaftstour zu starten. Es ging ein Stück westlich in die Berge, wo wir an einem herrlichen Platz mit Blick auf Fuengirola und Meer übernachteten. Ich stellte kein Zelt auf, und so kam ich in den Genuss vom Schlafsack aus die beleuchtete Stadt, dahinter das dunkle Meer, und über mir den Sternenhimmel betrachten zu können.
Sonntags traf die Horde ein, packte gleich die Motorräder, und wir fuhren los bis Nähe Algeciras wo der Fährhafen liegt.

Zur Buchung der Tickets.
Die meisten Agenturen vor Ort stellen keine Tickets für Motorräder aus. Daher ist es besser vorher über Online-Service zu buchen. Wir mussten erst umständlich (gratis W-Lan Anbindung nur bei MC Donalds) das Ticket über AFerry.pl buchen.
Preis für Motorrad und Passagier hin- und retour 84,35€ (Stand Okt. 2012)

Visum für Marokko:
Wird bei der Einreise in Tanger Med ausgestellt. Auf der Fähre bekommt man schon einen Wisch zum Vorausausfüllen. Name, Adresse, Passnummer, Beruf, Grund der Reise, Reiseziel (irgendeine Adresse oder Hotel in Marokko), Motorrad, Kennzeichen und Fahrgestellnummer sind die üblichen Fragen. In den Reisepass bekommst du neben dem Stempel eine Visumnummer z.B.006250SG, die ist bei späteren Kontrollen oder Anmeldungen (Campingplätze/ Hotels etc.) immer anzugeben. Auch ist der Wisch über die Fahrzeugeinfuhr, wie ein Augapfel zu hüten, da er bei der Ausreise wieder benötigt wird. Sonst ist alles recht formlos. Wennst in die Ukraine einreist, machst du das gleiche Theater mit.

Marokko ist natürlich ein Land mit einer anderen Kultur, also respektiere sie als Reisender auch. Das Land ist nicht streng religiös, die Gesellschaft ist dort etwas lockerer, als in anderen arabischen Staaten. Alkohol bekommt man in großen Supermärkten bei den Städten, als auch in ausgesuchten Kleinmärkten. Dort steht aber Alkohol (meist Bier) nicht im Verkaufsregal, sondern man muss danach fragen und bekommt es aus dem Lager.
Zu Essen hatte ich einen ganzen Sack Trockensuppen, Nudeln etc. mit. Die Gerichte sind schnell mit etwas Wasser (gut abkochen) am kleinen Gaskocher zubereitet und vor allem keimfrei. Lebensmittel, ausser Dosen sind schon problematischer. Im Restaurant ungekochte Lebensmittel, wie Salate besser meiden.
Drogen sind im Rif-Gebirge ein Reizthema. Andauernd wirst du z.B. in Chefchouen bedrängt Haschisch zu kaufen. Wir haben es innerhalb der Gruppe so gelöst: Will jemand unbedingt Hasch kaufen, dann soll er es. Er muss es aber gleich konsumieren und nicht in die Gruppe einbringen, da sonst bei Polizeizugriff alle verhaftet werden, und drakonische Haftstrafen wegen dieses Deliktes bestehen.
Aus unserer Gruppe hatte keiner Interesse am Kauf.

Motorradfahren: Um das geht es ja schlußendlich. Marokko ist gerade für uns Off-Road Begeisterte ein barrierefreies Land. Ob Berge; Sand- oder Steinwüste, alles kann unter die Räder genommen werden. Das man nicht in irgendwelche Kulturen, die mühsam von den Bauern angesetzt wurden hineinfährt, sollte ja selbstverständlich sein. Regionale Militärsperrgebiete sind ebenso zu achten. Wir sind bei unseren Strecken auf keines getroffen.
Der Verkehr in Kleinstädten ist oft recht mühsam, da die Marokkaner ihre Fahrzeuge gerne überall abstellen, bis der Verkehr zum erliegen kommt. Besonders an Markttagen ist dies oft der Fall. Fußgänger laufen noch dazu lieber auf der Fahrbahn herum, als auf den oft nicht vorhandenen Gehwegen. Auch Fuhrwerke mit Eseln sind in ländlichen Gebieten keine Seltenheit. Sonst läuft der Verkehrsfluss recht gut, meist ist fahren und fahrenlassen angesagt. Die Fahrzeuge sind oft in erbärmlichen Zuständen. Auf schlechten Strassen kommen die Einheimischen zick-zack entgegen, da Federung und/oder Lenkung beim Teufel sind. Kinder werfen ab und an mal mit Steinen. Stehenbleiben, und die Faust zeigen. Dann rennen sie davon, und die Hinterherfahrenden werden nicht beschossen.
Landschaftlich wunderschön und abwechslungsreich. Müllprobleme wie in jedem Entwicklungsland.
Für mich jedenfalls ein Eldorado.

So jetzt genug vom Blabla.

Der Link zu den Pics.

https://picasaweb.google.com/1047717173 ... directlink" onclick="window.open(this.href);return false;

LG vom Spezi
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Roman
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Re: Marokko, Motorradparadies?

Beitrag von Roman »

scheeeeee........
LG vom Roman der keinen Leofanten (Cagiva 900 Elefant) mehr hat.........sondern eine PD06 Transalp BJ94
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Hauptständer
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Re: Marokko, Motorradparadies?

Beitrag von Hauptständer »

echt toll die bilderund der bericht , danke !!!!
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christopher74
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Re: Marokko, Motorradparadies?

Beitrag von christopher74 »

Kann ich nur unterstreichen ! War 2008 mit meinem Affentwin und Manus Transe dort. ( Fotos )

Ein Abenteuer mit überschaubarem Risiko und maximalen Eindrücken. Von beeindruckenden Pässen im atlas bis zur Wüste. Einfach perfekt.

Die Leute sind sehr hilfsbereit. Wir hatten auch einen schweren Sturz in der Truppe und aus dem nichts wurde dort Hilfe organisiert. Im Riffgebirge ist es ein wenig abenteuerlich, da hier Hanf offen angebaut und in großen Säcken am Strassenrand verkauft wird und man wenn man nix kauft dort angepöbelt wird oder einem die kids steine hinterher werfen.

sonst haben wir uns sehr sicher gefüht.meine frau war mit und auch frauen gegenüber war man sehr respektvoll.

ich möchte jedenfalls wieder dorthin

lg

christopher
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Re: Marokko, Motorradparadies?

Beitrag von xrvsiro »

neid mi frisst!
Multitool-geht nicht gibts nicht!:-)
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martinbo
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Re: Marokko, Motorradparadies?

Beitrag von martinbo »

maaahhhh - echt schöne PICS..... :foto: :rolleyes: :top:

ich will da auch hin...
Gruß, Martin

http://martinbosblog.tumblr.com
Das Reifen-Profil gehört zur Gänze genutzt :winke:
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Re: Marokko, Motorradparadies?

Beitrag von fussraste07 »

Warum werfen die Kinder mit Steinen? Wollen die nicht, dass die Touris die Hanf-Plantagen sehen?
Handsäge haben wir keine da? Na gut, dann holen Sie einen Chirurgen!
(Dr. House)
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Re: Marokko, Motorradparadies?

Beitrag von spezi266 »

@Captain&Christopher,

Tolle Pics. :applaus: :applaus: :applaus:

@Christopher,
welchen Monat warst du 2008 in Marocco ? Die Alpen sind ja ein Dreivierteljahr verschneit. :cry: Für den Hohen Atlas war Oktober schon der Final Countdown. :frier:

@fussraste,
der Anbau des Hanfs dürfte nicht verboten sein, nur der Besitz und Genuss des Narkotikums. Ist ja ein lukratives Exportgut nach Europa. ;-)
Die Kids schiessen halt mit Steinen weil ihnen fad ist, und sie ihren Mut beweisen wollen. Du hast als Kind wahrscheinlich auch mal was zertrümmert. Wenn jemand draufgekommen ist gabs nachher sicher :stress: .
Warum die Gfrieser in die Schul gehen weiß ich nicht. Wenn du sie nach dem nächsten größeren Ort fragst, haben sie jedenfalls keine Ahnung. :ka:

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christopher74
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Re: Marokko, Motorradparadies?

Beitrag von christopher74 »

spezi266 hat geschrieben:@Captain&Christopher,

Tolle Pics. :applaus: :applaus: :applaus:

@Christopher,
welchen Monat warst du 2008 in Marocco ? Die Alpen sind ja ein Dreivierteljahr verschneit. :cry: Für den Hohen Atlas war Oktober schon der Final Countdown. :frier:


LG vom Spezi
Das war rund um Ostern. War eigentlich ideal. Zum ersten haben wir auch die grüne blühende Seite von Marrokko erleben dürfen. Zum anderen ist es in der Wüste tagsüber erträglich und im Atlas haben wir auf den Gipfeln letzte Schneereste gesehen.Auf dem 2260 Meter hohen Tizi-n-Tichka Pass haben wir schlechtes Wetter mit Graupelschauer erwischt (freezy), war aber kein Problem. Also voll befahrbar mit der Gore Tex Kluft. Im Erg Chebbie waren wir dann in der leichten Montur unterwegs (ca.27-32 Grad).

Ab Ende Mai wird es unerträglich heiss und im Oktober is halt nix mehr mit Grün im Mittleren-Atlas.

LG

Christopher
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Re: Marokko, Motorradparadies?

Beitrag von spezi266 »

@ Christopher,
machen kann man in Marocco fast immer etwas.
Sambor, Advfactory http://en.advfactory.com/" onclick="window.open(this.href);return false; startet diese Woche eine Tour von Marrakech, allerdings nur für Leichtenduros in die Wüste.
Und New Year´s Party in der Sahara gibts zum Jahreswechsel auch noch.
2008 war Ostern Ende März, und da waren die hohen Pässe nach deiner Schilderung schon schneefrei.
Der Atlas hat klimamäßig den Alpen doch einiges voraus. Klar von Juni bis Ende August ist es dort zu heiß zum Biken.
Auch im Oktober war es tagsüber nicht zu kalt, nur die Nächte sollte man halt in tieferen Lagen verbringen. In Agoudal (2300m Seehöhe) bin ich abends auch im T-Shirt unter der Motorradjacke angekommen. Aber die Nacht war so kalt, dass im Schlafsack, in einem nahezu geschlossenem Raum, die Komfortgrenze fast erreicht wurde.
IMG_1048.JPG
Dialog zu diesem Pic:
Ich lieg mit lauem Magen zusammengeknüllt in meinem Schlafsack und bin beim Eindüseln.
Mein Zimmergenosse Kuba: I can feel the cold coming in from the door.
Ich: Shut up, and close your sleeping-bag. Have a Good Night.
Das war von mir nicht böse gemeint, aber ich machte mir Gedanken, dass ich irgendwann aus dem warmen Schlafsack raus und in der kalten Nacht aufs Häusel wandeln würde. Das hat aber gottseidank bis zum Morgen auf sich warten lassen. Das Zimmer hatte eigentlich kein Fenster und trotzdem war es hell genug um sich zurechtzufinden. Als ich zur Türe sah wußte ich wo die Beleuchtung herkam, und erinnerte mich der Worte von Kuba. :mrgreen:

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Re: Marokko, Motorradparadies?

Beitrag von christopher74 »

Captain hat geschrieben:
christopher74 hat geschrieben:Das war rund um Ostern. War eigentlich ideal. Zum ersten haben wir auch die grüne blühende Seite von Marrokko erleben dürfen. Zum anderen ist es in der Wüste tagsüber erträglich und im Atlas haben wir auf den Gipfeln letzte Schneereste gesehen.Auf dem 2260 Meter hohen Tizi-n-Tichka Pass haben wir schlechtes Wetter mit Graupelschauer erwischt (freezy), war aber kein Problem. Also voll befahrbar mit der Gore Tex Kluft. Im Erg Chebbie waren wir dann in der leichten Montur unterwegs (ca.27-32 Grad).
Und wo war jetzt euer Gepäck?
Würde mich interessieren da ich diesmal ohne Koffer nur mit kleiner Satteltasche für Ersatzteile und Wasserdichter Tasche unterwegs war, aber in ein Topcase hätte das nicht gepasst. :gruebel:
Bei uns war einer mit dem Geländewagen mit, der hatte unser Zeug größtenteils mit. Wir haben uns immer grobe Treffpunkte vereinbart und es hat eigentlich immer geklappt. Sprich um 8 h in der Früh aufbrechen und irgendwann um 19h waren dann alle beim Treffpunkt. Inzwischen mussten wir mit dem Auskommen, was wir im Topcase hatten. (Getränke, Gwandl etc..)

War optimal.

Einer von unserer Truppe war ganz autark und hat auf unseren fahrenden 4x4 Kleiderschrank verzichtet. Der is mit Topcase und Louisgepäckrolle ins Erg aufgebrochen. Hat auch geklappt ;-)

Ich denke es kommt darauf an in welcher Gegend man sich in Marrokko aufhält. Bei einer großen Rundreise sagen wir mal im späten Frühling oder Herbst hast du das ganze Spektrum des Wetters. Wenn ich nur Sandsurfen würde, dann reicht in puncto Gwandl das kleine Gepäck.

LG

Christopher
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Eldezento
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Re: Marokko, Motorradparadies?

Beitrag von Eldezento »

ich überleg mir, heuer zu Ostern nach Marrakesch zu fliegen und dann ein MR zu mieten.
Kostet ca 100,- pro Tag, deutlich teurer als Leihautos (ab 25,-)

Alternative wäre 5 Wochen in den Sommerferien mit Campingbus und eigenem Mopperl am Trailer. Dann sind die Berge sicher schneefrei, und 38°C haben wir 2012 in Griechenland auch gehabt.

lg,
Peter
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christopher74
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Re: Marokko, Motorradparadies?

Beitrag von christopher74 »

Eldezento hat geschrieben: Dann sind die Berge sicher schneefrei, und 38°C haben wir 2012 in Griechenland auch gehabt.

lg,
Peter
Ich war im März dort und da war es in der Wüste tagsüber gerade mal so erträglich. Das kannst du mit Griechenland nicht vergleichen. Dort war ich auch schon mit dem Bike im Juli und hab geschwitzt wie ein Hund in der Motorradpanier, aber im Erg Chebbie bzw. im Süden an der Grenze entlang und wenn du vorallem anstrengende Offroad Passagen fährst mit Schutzausrüstung bzw Gore Tex fährts, kannst eigentlich nur zeitig in der Früh fahren und musst zwischen 11 und 16 Uhr Pause machen. Ist nahezu unmöglich sonst.

Fliegen und mieten ist sicher auch eine Option. Die hier vermieten handliche KTMs http://www.wildernesswheels.com/" onclick="window.open(this.href);return false;

bzw. in Agadir bekommst eine Transe http://www.agadirmotos.com/en/rent-reservation.html" onclick="window.open(this.href);return false;

und in Marrakesch gibt es auch Leihmaschinen http://www.loc2roues.com/contact.php" onclick="window.open(this.href);return false;

LG

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Re: Marokko, Motorradparadies?

Beitrag von rd07 »

Hallo an die Reisenden,
alle Fotos sind beeindruckend und erzeugen Fernweh und Abenteuerlust. :zelt:
War sicher anstrengend, aber Land und Leute so kennenzulernen ist sicherlich jede Mühe wert.
Alles Gute
Günther
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Re: Marokko, Motorradparadies?

Beitrag von spezi266 »

@rd07,
es ist so faszinierend, dass es nicht anstrengend wird. ;-)

Mopedmieten?
Eine 650er Sertao kostet 6000 Dirham die Woche, das sind so knapp 600 Euronen.
Für 650€ würde ich dein Bike bis Malaga (incl. ganzes Gepäck, Helm etc.) und retour transportieren.
Du brauchst nur mehr Billigflugtickets, und mit Handgepäck nach Malaga düsen. Verladeort ist ca. 15 Fahrminuten vom Airport entfernt.
Wie wäre ein Termin im April, für zwei Wochen? (Wer nur eine Woche Zeit hat, kann das Bike am Verladeort abstellen)
5-6 Bikes sollten zusammenkommen.

Willst du in Österreich frieren, oder lieber die Wüste geniesen. Dann komm mit :!:
DSCN0297.JPG
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Re: Marokko, Motorradparadies?

Beitrag von Eldezento »

christopher74 hat geschrieben:
Fliegen und mieten ist sicher auch eine Option. Die hier vermieten handliche KTMs http://www.wildernesswheels.com/" onclick="window.open(this.href);return false;

bzw. in Agadir bekommst eine Transe http://www.agadirmotos.com/en/rent-reservation.html" onclick="window.open(this.href);return false;

und in Marrakesch gibt es auch Leihmaschinen http://www.loc2roues.com/contact.php" onclick="window.open(this.href);return false;
danke für die Tipps
agadirmotos ist am billigsten, kommt aber im HU-Forum schlecht weg (Probleme bei Rückgabe)
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locrues ist am teuersten
bmwmotohire ab Marrakesch ist interessant

ich möchte nicht unbedingt "sandspielen", sondern teilweise zu zweit auf (Pass)Straßen und befestigten Pisten bleiben
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Re: Marokko, Motorradparadies?

Beitrag von Eldezento »

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spezi266 hat geschrieben:Willst du in Österreich frieren, oder lieber die Wüste geniesen. Dann komm mit :!
Wenn ich zu Ostern fahre, habe ich nur 1 Woche zeit, und die möchte ich im südlichen Marokko verbringen
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