Frankfurt (Hünstetten/Limbach)- Kirchberg/Wechsel

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spezi266
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Frankfurt (Hünstetten/Limbach)- Kirchberg/Wechsel

Beitrag von spezi266 »

Hi,
Alex und ich hatten am Freitag einen etwas ungewöhnlichen Beginn für eine Motorradreise.
Mit dem Zug ging es in der Nacht von Wien nach Frankfurt, dann mit S-Bahn und Autobus weiter zu Heico nach Limbach (ca. 60km nördl. von Frankfurt)
Dort wartete schon der Container, der aus Afrika wieder angekommen war, mit unseren Babes. :yeah:
Anfangs hatten wir noch Probleme mit den Zündschlössern und sonstigen Korossionen, der Container hatte innen ein feuchteres Milieu gehabt.
Danach ging es erst nach einigem Getratsche und Bilderl hin und her zeigen und großer Verabschiedung aller Namibianer los. Da es schon Nachmittag war und wir in einer russischen Pizzeria, mit einigem Angelabere von Betrunkenen, eine nur sehr mittelmäßige Pizza hinuntergedrückt hatten, fuhren wir auf die A3 nach Nürnberg.
Auf der Autobahn waren wir mit unseren vollbepackten Motorräder, die auch noch sehr sandig waren, natürlich ein Blickfang.
Als wir unseren Übernachtungort, Hohenburg, ca. 60km östl. von Nürnberg in einem lieblichen Tal gelegen, ansteuerten, wurden wir von Hr. Müller, ein Standesbeamte wie sich später herausstellte, und AT-Treiber angesprochen. Er war total begeistert von unserer Ausrüstung und dem Dreck auf unseren Motorrädern.
Wir verabredeten uns zum Abendessen und nachdem wir unser Quartier bezogen hatten erschien er auch schon.
Nachdem Alex die Bidershow durchgezogen hatte, ging es noch mit allerlei philosophischem Getratsche über das Reisen weiter. Er ist mit einer Serbin verheiratet, die BMW F650 fährt. Deshalb hat er auch ein Potrait von Tito auf der Verkleidung seiner AT, über das ich mich schon sehr gewundert hatte. Das erleichtert scheinbar die Einreise in Serbien. Jedenfalls wurde es weit über Mitternacht.
Am nächsten Morgen ging es daher erst mit einiger Verspätung weiter. Über Furth im Wald fuhren wir nach Tschechien, und dann immer auf den kleinen Strassen der Grenze zu Deutschland entlang. Da gibt es sogar einige Teilstücke mit Kopfsteinpflaster. Weiter südlicher wurde es dann bergiger und auch kälter. Ein nettes Holzblockhaus lud zu einem Mittagsmahl ein, wo wir ein Schweinsbraterl vertilgten. In den Waldabschnitten gab es teilweise noch Schneefahrbahn, nachdem Sandfahren in Namibia war das aber kein Problem. Schließlich erreichten wir den Lipno-Stausee, der noch eine dünne Eisschicht aufweist. Bald darauf waren wir in Österreich, wo das Wetter wieder wärmer wurde. In Freistadt auf dem Hauptplatz der Altstadt genehmigten wir uns sogar ein Eis. Weiter ging es Richtung Waldviertel. Am Bärenkopf wurde es dann nochmals so richtig kalt und schneereich. Ab Pögstall wurde es wieder wärmer. Die ca. 35km nach Melk auf einer supertollen Kurvenstrecke brachten dann nochmals einen Temperaturunterschied von 10°C.
Alex wollte noch unbedingt über die Kalte Kuchl und das Höllental nach Hause fahren. Gesagt getan. Die Kalte Kuchl machte ihrem Vornamen alle Ehre, und da in der Wirtschaft noch Licht brannte gingen wir auf ein Heißgetränk hinein. Die Wirtsleut waren über den späten Motorradbesuch etwas erstaunt, und erst recht als wir unsere Geschichte erzählten. Der Wirt goß mir noch einen 80er Rum in den Tee, er fährt selbst auch Gold Wing. Die Getränke gingen aufs Haus.
Nach dem hochprozentigen Tee konnte ich dann beschwingt durchs Höllental, bereits bei Finsternis, düsen. Eine Stunde vor Mitternacht waren wir dann zu Hause.

Hier noch einige Pics: http://picasaweb.google.de/spezi266/Fah ... ergWechsel" onclick="window.open(this.href);return false;

Grüße vom Spezi
Cats do not go for a walk to get somewhere, but to explore.
Sidney Denham
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