6 Tage durch Rumänien

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Stefanowitsch
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6 Tage durch Rumänien

Beitrag von Stefanowitsch »

Wie im Titel schon geschrieben, habe ich im Juni einen Kurztrip durch die Westkarpaten in Rumänien gemacht. Vom Wetter waren wir leider nicht sehr begünstigt, aber es hätte schlimmer sein können.
Anreise war mit PKW u. Hänger nach Varciorova südlich von Caransebes. Dort war Ausgangspunkt der Tour.

Tag 1: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=vugflffqunhgkwgr
Die Donau Runde bis ins Cerna Tal.

Tag 2: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=vsmratalavanuutd
Durchs Cerna Tal bis nach Sebes/Mühlbach. An diesem Tag sind wir auf Schotter durch das Cerna Tal über einen Sattel ins Jiu Tal gefahren. Straßen waren tw nicht auf den Karten eingezeichnet, aber ich habe mir im Vorfeld über Google Maps Routen herausgesucht, und für das Garmin :anbet: 60CSx konvertiert. War unser Glück, sonst hätten wir uns dort wahrscheinlich richtig verkoffert!
Von Petrosani bis Sebes strömender Regen. :gewitter: Und natürlich Mega Stau auf der Europastraße vor Sebes. Als wir uns durch den Stau geschlängelt hatten und wieder richtig Gas geben wollten, standen wir schon im nächsten Stau.

Tag 3: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=vhhflxccmrsruilu
Erstes Highlight der Tour: die Transalpina! Ist eine ca. 120 km Nord Süd Verbindung von Sebes nach Novaci. Ich war richtig Schottergeil, ABER leider ist die Straße schon durchgehend asphaltiert! :heulen: Die Strecke hat das Zeug zum absoluten Motorradleckerbissen. Auch für eine R1.
Leider wieder Regen und richtige Nebelsuppe!

Tag 4: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=zgcochzvxdazbqdo
Highlight Nr. 2 der Transfagarasan Paß. Kurz nach Curtea de Arges das erste Schild "Transfagarasan Inchis / Closed". Man muß ja nicht alles sehen! Nach 20 km das nächste "Closed"! Strahlender Sonnenschein, uns hält nix auf! Durch das Tal hinauf zum Stausee, die ersten Wolken. Auf einer hardenduro tauglichen Asphaltpiste entlang vom Stausee. Am Stauseeende niegelnagelneuer Asphalt erster Güte! Und geschlossene, immer dichter werdende Wolkendecke. Wir fahren beschwingt weiter, bis es zu nieseln beginnt. Als der Paß richtig anfängt, fängt es auch richtig zu schütten an. Aber wenigstens kein Nebel! Die ersten Schneefelder ragen in die Straße herein. Es ist nur eine Spur freigefräst. Unser Vorwärtsdrang wird zwischen den letzten beiden Lawinengallerien durch ein Schneefeld gestoppt, daß über die ganze Fahrbahn geht. Die erste Lawinengallerie ist mit PKW´s zugeparkt und wir müssen Slalom fahren um durchzukommen. Dann die Entscheidung: Umdrehen oder den ca. 1m breiten "Wiesen- Steinstreifen" fahren der rechts neben dem Schneefeld und links vom Abgrund geht. Ich fahr die Engstelle ohne Probleme aber mit flauem Gefühl. Meine Reisegefährtin ebenfalls. Der Gipfeltunnel danach ist mit Blechtoren verschlossen. Ein Segment mit ca. 1,5m ist aber offen. Wir fahren hinein und sehen im Scheinwerferlicht immer wieder meterhohe Eishügel am Fahrbahnrand. In der Tunnelmitte ist die ganze Fahrbahn vereist. Aber wir sehen Licht am Ende des Tunnels. Am Nordportal ist ebenfalls nur ein Torsegment geöffnet. Meine XR paßt mit den Satteltaschen gerade durch, die Dr.Big mit den Alu Koffern bleibt stecken. Um 5 cm zu breit!!! Nutzt nix, ein Koffer muß in der Zugluft des Tunnels runter. :foto:
Die nachfolgende Abfahrt ist doch sehr grenzwertig. Sichtweite max. 10 Meter, Geröllfelder, Felsen, Wurzelstöcke und ganze Bäche auf der Straße. Bei einer Kehre war für zweispurige Fahrzeuge Schluß! Am Vortag war ein Unwetter, daß einen kleinen Bach zum Wildbach werden ließ und die Straße unpassierbar machte. Mit unseren Enduros sind wir über das Geröll drübergekommen und wurden von den massenweise anwesenden Touristen wie Außerirdische bestaunt. Wie es oben aussehe und von wo wir kommen wollten die wissen. Im Flachland waren Fernsehstationen, welche die Überschwemmungen filmten.
Gegen 18 Uhr waren wir dann in Bran. Und die Sonne lachte auch wieder vom Himmel.

Tag 5 http://www.gpsies.com/map.do?fileId=oeahwjunppoizmgy
Am Vormittag besichtigten wir das Castelul Bran. Das Dracula Schloß. Weiter über den Bran Paß wieder richtung Transalpina auf die Nordseite des Pasul Urdele. Daß wir wieder in ein Gewitter gekommen sind ist eh klar!

Tag 6 http://www.gpsies.com/map.do?fileId=dyxlkwvuvwmlucdv
Am letzten Tag der Rundreise sind wir nochmals den Pasul Urdele auf der Transalpina gefahren. Diesmal bei herrlichem Wetter. Eine Traumstrecke!!!
Weiter nach Targu Jiu und dann richtung Baile Herculane. Dazwischen besichtigten wir die Cheile Sohodolului (Schlucht) und das Manastir Tasmanir (Frauenkloster). Und natürlich wurde der Sonnenschein wieder durch eine große Gewitterwolke unterbrochen, welche uns auf 20 km einwaschelte.
Über die E70 ging es zurück nach Varciorova zum Marius.

Die letzten zwei Tage verbrachten wir mit Offroadfahren und ausloten der Fähigkeit "Wie weit kann ich mit der DR in den Morast fahren, bis sie nicht mehr umfällt!", oder "Kannst Du mir die DR hochfahren?" :friede:
Und ich bin die DR hochgefahren. :happy: Zu zweit! War ganz lustig. Nur das ewige zurücklaufen hat mich fertig gemacht.

Und zum Abschluß gibt es noch Bilder:

http://at.fotoalbum.eu/StefanAigner

Ab 20. August bin ich wieder in Rumänien. Mit der Familie und den Enduros. Allerdings gibt es dann nur Tagestouren im Gelände. Sind auch AT tauglich!
Falls wer Interesse hat, bitte melden.

Stefanowitsch
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Re: 6 Tage durch Rumänien

Beitrag von Stefanowitsch »

Servus Kurt!

Bei der Tourplanung bin ich auch auf Deine Seite gekommen. Dort habe ich das erstemal Bilder der Schlucht bei Cerna Sat gesehen. Ist wirklich sehr beeindruckend dort.

Lt. Deiner Trackaufzeichnung habt Ihr Euch auch bei der Brücke am Stausee verfahren. Böse Falle!

Die Wege waren bei Euch doch ein wenig schlechter als bei uns :toeff:

Stefanowitsch
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Re: 6 Tage durch Rumänien

Beitrag von spezi266 »

@Stefanowitsch,
tolle Pics :top:
Warum fahrt ihr alle von Ungarn in den Süden Rumäniens rein?
Viel Verkehr.
Besser ist die Anreise über Slowakei und Ushgorod (Ukraine),
oder von Polens Südostecke Bieszczadzkie (sprich: bieschtschade), Grenze Kroscienko PL/Khyriv UA.
Bei Solotvina UA gibts seit drei Jahren einen neuen Grenzübergang (f.PKW/Fußgänger/Motorbikes) nach Sighetu Marmatiei RO über die Theiss, eine einspurige Brücke.

Vorteil: UA ist fast so billig wie Alb. (Treibstoff/Rauchwaren/Essen) und die Nebenstrasseln sind eine Hetz zu fahren, viele Schotter, da Asphalt total weggebrochen. Die UA ist das einzige Land, das ich kenne, wo sich der Schotteranteil jährlich erhöht. :yeah:
Nachteil: keine touristische Infrastruktur, aber für Wildcamper traumhaft, nur wegen des überall herumliegenden Mülls, manchmal etwas eingeschränkt.
Der Mittlere Norden von RO, Vatra Dornei, Toplita, Kaliman-Berge gibt gibt viel zum Endurofahren her. Wetter sollte halt mitspielen, sonst geben die Karpaten viel Gatsch her.

Spezi
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Re: 6 Tage durch Rumänien

Beitrag von Zwergerl »

spezi266 hat geschrieben: Warum fahrt ihr alle von Ungarn in den Süden Rumäniens rein?
Viel Verkehr.
Liegt wahrscheinlich daran das die meisten net zu viel zeit mit der anreise verbringen wollen/können sondern vorallem im ausgesuchten Land rumgurken wollen, aber wenn man zeit hast is sicher netter so zu fahren...

lg Zwergerl
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Stefanowitsch
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Re: 6 Tage durch Rumänien

Beitrag von Stefanowitsch »

Anreise über Ungarn deshalb, weil wir mit PKW und Anhänger mit den Mopeds drauf unterwegs waren. Mit der XR wollte ich mir die 800 km bis nach Varciorova wirklich nicht antun. Die Sitzbank von der Honda ist wie ein Folterinstrument der Amis in Guantanamo :gruebel: Da sind 50 km schon zuviel!
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